Phantasy Star Portable (PSP)
Test
Phantasy Star Portable: Fantasieloser Stern am RPG-Himmel
Die "Phantasy Star"-Reihe ist eine der beiden großen Konkurrenten im Genre japanischer Manga-Rollenspiele. Und obwohl das "Ur-Phantasy-Star" bereits 22 Jahre auf dem bunten Comic-Buckel hat, hatte sich in den letzten Jahren eher Square Enix'"Final Fantasy"-Serie sowohl mit Qualität als auch Verkaufszahlen hervorgetan. Die spannende Frage lautet also, wie der erste Ableger für die PSP geworden ist, dessen Geschichte die Handlung von "Phantasy Star Universe" fortsetzt. Von Daniel Frick
Jede Menge Ernüchterung gleich zu Beginn
Nach dem Einlegen der UMD macht sich erst einmal jede Menge Ernüchterung breit: Wieder einmal hat ein Publisher vollkommen auf eine deutsche Lokalisierung verzichtet, Menüs, Synchronisation und sogar die Dialog-Untertitel sind komplett in Englisch gehalten. Durch die vielen Phantasienamen von Waffen und Ausrüstungsgegenständen ist das ein großes Hindernis, wenn man nicht überdurchschnittliche Englischkenntnisse hat. Auch wenn der Altersdurchschnitt von PSP-Besitzern über dem von DS-Spielern liegen dürfte: Sorry, Sega. Das geht gar nicht.
Zweite Hiobsbotschaft: Einen "echten" Onlinemodus, durch den die "Phantasy Star" Serie einmal berühmt geworden ist, gibt es nicht. Lediglich über die umständliche Zusatzsoftware "Xlink Kai" ist theoretisch ein Online-Spiel über den PC möglich. Alle anderen müssen sich mit dem lokalen WLAN-Spiel begnügen, in dem bis zu vier Spieler gemeinsam Seite an Seite kämpfen. Kleiner Trost: Die Charaktere aus dem Story-Modus können dafür benutzt werden.
Individuelles und flexibles Charaktersystem
Nach den formalen Ärgernissen beginnt das eigentliche Spiel recht vielversprechend. Aus den vier Rassen Mensch (Allrounder), Newman (Techniker/Fernkämpfer), CAST (spezialisiert auf Feuerwaffen) und Beast (Nahkämpfer) erstellt ihr euch rollenspieltypisch den Charakter, der den eigenen Spielgewohnheiten am nächsten kommt. Neben einer der drei Klassen Hunter (Nahkämpfer), Ranger (Fernkämpfer) und Force (Techniker) lässt euch das Spiel für PSP-Verhältnisse enorme weitere Freiheiten, euren Charakter optisch zu individualisieren.
Die Charakterklasse könnt ihr später im Spiel übrigens jederzeit wechseln. Anhand der bis dahin erreichten Erfahrungspunkte werden dann einfach die entsprechenden Charakterwerte für die neue Rasse errechnet. Wer also im Laufe des Spiels merkt, dass die eigene Wahl nicht so geschickt war oder einfach mal Abwechslung möchte, dem stehen hier alle Wege offen, etwas anderes auszuprobieren. Nach dem Erstellen des Charakters beginnt das Spiel auf der Kolonie der Guardians, einer Elite-Einsatztruppe, deren Ausbildung wir gerade abgeschlossen haben.
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