Test Ancient Wars: Sparta

von Lukas Grajkowski (30. April 2007)

Sandalenfilme erleben nach längerer Abwesenheit spätestens seit "Troy", "300" und Co. eine regelrechte Wiedergeburt. Verwunderlich ist es nicht, dass nun auch die Spielindustrie auf diese Erfolgswelle aufspringen möchte. In "Sparta Ancient Wars" dreht sich alles um die tapferen Krieger aus dem heutigen Griechenland, die sich durch List und Tapferkeit einen Platz in den Geschichtsbüchern gesichert haben. Ob dies auch dem Spiel gelingt, lest ihr im Test.

Kein Pardon auf dem SchlachtfeldKein Pardon auf dem Schlachtfeld

Eine blutrünstige Epoche

Um etwa 500 v. Chr. lieferten sich Spartaner, Ägypter und Perser schonungslose Kämpfe um die Vorherrschaft in Europa, Vorderasien und Afrika. Der historische Hintergrund zu diesem Echtzeitstrategiespiel wird durch die hässlichen Zwischensequenzen nur sehr enttäuschend erzählt. Dabei überrascht die Optik im Spiel durch zahlreiche Details wenn es ans Eingemachte geht. Wo geschlagen, gebohrt und gehackt wird, fließt dementsprechend viel Blut. Damit man als Feldherr nicht die Übersicht verliert, dienen die üblichen Auswahl-, Einheiten-, Gebäude- und Rohstoffanzeigen. Dabei erweist sich ausgerechnet der Zoom als ungünstig, da man das Treiben nur aus der Nahe dirigieren kann. Darum wird es auf dem Bildschirm schnell ziemlich eng, sobald die eigene Armee etwas größer ist. Nebst der lustlosen Synchronisation begleiten realistische Soundeffekte die Aktivitäten auf dem Schlachtfeld. Auf diesem gestalten sich einfachste Manöver als schwierig, denn einzelne Einheiten kann man praktisch nicht auswählen. Die gegnerische KI reagiert und handelt stellenweise nicht sehr vernünftig aber auch eigene Truppen versperren sich öfters gegenseitig den Weg.

Der Angriff erfolgt über das Meer.Der Angriff erfolgt über das Meer.

Alltag eines Feldherrn.

Bei allen drei Rassen bilden Arbeiter und Sklaven das Fundament. Sie bauen nicht nur Gebäude und erforschen darin neue Techniken, sondern sammeln auch Holz, Gold und Nahrung. Ohne Nahrung kämpfen Einheiten mit deutlich weniger Einsatz und können sich nur langsam heilen. Die langwierige Rohstoffgewinnung sowie unverhältnismäßig teure Gebäudekosten sorgen für eine entsprechend lange Aufbauphase. Für Abwechslung sorgt ein innovatives Baukastensystem, mit dem man sich seine Einheiten durch eine große Auswahl an primären und sekundären Waffen beliebig zusammenstellen kann. Waffen lassen sich auch von gefallenen Gegnern aufsammeln, was den eigenen Goldvorrat natürlich erheblich entlastet. In jeder Mission ergänzen Helden die eigenen Reihen. Sie dürfen nicht sterben, sind dafür aber sehr stark und können sich rollenspielartig weiterentwickeln. Überlegt eingesetzt sorgen Natureinflüsse wie Wind für eine taktische Note: Feuer breitet sich ausschließlich in Windrichtung aus, Pfeile fliege schneller mit Rückenwind und als Fallen eingesetzte Steine rollen physikalisch korrekt. Mit umständlich steuerbaren Schiffen kann man Truppen transportieren, gegnerische Schiffe rammen oder gar entern.

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