Test Men of War - Seite 2

Der Eindruck täuscht, denn gleich knallt's auch hier.Der Eindruck täuscht, denn gleich knallt's auch hier.

Dynamit für Augen und Ohren

Wer auf gewaltige Explosionen und exakte Schadensmodelle bei getroffenen Fahrzeugen steht, wird an "Men of War" seine helle Freude haben. Einen Tankwagen hochzujagen, der alles Umstehende in einer Kettenreaktion mitreißt, ist ganz großes Kino. Gelungen ist auch die Nutzung von Sichtfeldern, um sich aus verschiedenen Richtungen anzuschleichen und Bombenstimmung zu verbreiten.

Ein eigenes Kettenfahrzeug zu steuern ist besonders spaßig, wenn die Automatik ausgeschaltet ist und ein leuchtender Punkt das Ziel markiert. Wenn erst der Geschützturm langsam gedreht werden muss, während der Gegner heranflutet, kommt sogar richtig Spannung auf. Neben dem Fadenkreuz solltet ihr aber auch die Benzinanzeige im Auge behalten, denn es kann passieren, dass ein fast gewonnenes Szenario ins Stocken gerät, weil euer Tank mit leerem Tank dasteht. Werden nebenbei auch noch Fußtruppen bewegt, bleibt sowieso keine Zeit, auf etwas anderes zu achten, als wenigstens ein paar Mann am Leben zu halten.

Manchmal knallt's auch mehrmals gleichzeitig.Manchmal knallt's auch mehrmals gleichzeitig.

Leveldesign erstklassig

Die Missionen decken erstaunlich viele Bereiche des Krieges ab. Es scheint, als hätten die Entwickler sich aus Genreklassikern die interessantesten Bereiche herausgesucht und zu einem Spiel zusammengefasst. Wir schwimmen, fahren und fliegen mit so ziemlich allem, was damals ausreichend Zerstörungspotential hatte.

Die Uniformen und Panzer sind sicherlich historisch korrekt, die einzelnen Aufgaben an wahren Begebenheiten angelehnt. Aber die Krux mit "Men of War" ist die Unmenge an früheren Titeln, die fast genau so ausgesehen haben, sich fast genau so spielten und meist sogar fast genau so heißen. Für Titel wie "Men of War" hat sich der Begriff "Klon" in der Spielewelt etabliert.

Meinung von Andreas Hecken

Was würde die Spieleindustrie nur tun, wenn es den Zweiten Weltkrieg nie gegeben hätte? Wenn die russischen Truppen niemals den Vormarsch der Krauts hätten stoppen müssen und Rommel nicht versucht hätte, Afrika zu erobern? Dann würde ein anderer Konflikt herhalten müssen, um uns durch die virtuellen Sträucher kriechen zu lassen oder mit einer Panzerfaust aus einem Wohnhaus eine Ruine zu machen.

Alles kann tödlich sein, es kommt nur auf die Dosis an und die ist im Weltkriegsszenario für mich endgültig erreicht.

Gut, wir können darüber diskutieren, ob die Explosionen noch spektakulärer sind oder die KI wieder nicht das hält, was die Verpackung verspricht, aber ich werde seit einiger Zeit das Gefühl nicht los, dass ich immer und immer wieder das gleiche Strategiespiel von vorne anfange. Wer sich an Stalingrad und dem Ärmelkanal noch nicht satt gesehen hat, viel Zeit, Geduld und Erfahrung mitbringt und über KI-Schnitzer hinwegsieht, bekommt allerdings einen Augenschmaus, in dem jede Mission eine echte Herausforderung darstellt.

64

meint: Da nützen die abwechslungsreichen Missionen nur wenig, die Wiederholungen langweilgen sehr schnell. Das Thema Zweiter Weltkrieg ist und bleibt abgedroschen.

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