Test Dynasty Warriors - Strikeforce: gelungene Neuorientierung

von Daniel Frick (12. Mai 2009)

Wann kommt es schon einmal vor, dass ein PSP-Titel euch die chinesische Geschichte näher bringt und dabei trotzdem ordentlich rockt? Eher selten! Und trotzdem schafft der neueste PSP-Ableger der "Dynasty Wars" - Reihe genau das. Auch, wenn der Actionanteil dabei deutlich überwiegt. Ob "Strikeforce" dabei eher Kung-Fu-Meister oder teetrinkende Geschichtslehrer begeistert, lest ihr in unserem Test.

Fliegend kämpfen: Das ist "Dynasty Warriors".Fliegend kämpfen: Das ist "Dynasty Warriors".

Chinesische Geschichte aus Japan

Sehr viele Spiele für Sonys kleines Kraftpaket kommen aus Japan, sind Um- oder Fortsetzungen bekannter Videospiel-Serien. Das ist naheliegend, ist doch das Ursprungsland der Playstation Portable auch gleichzeitig der größte Markt. Umso interessanter, dass die "Dynasty Wars"-Reihe sich mit der Geschichte Chinas beschäftigt - zumindest als grobe Rahmenhandlung für ein bisher solides Actionspiel. Der mittlerweile dritte Teil für die PSP bleibt dem Namen und der Devise treu. Als Held aus einem der drei Reiche Wu, Shu und Wei schickt ihr euch an, das Land zu einen und auf dem Weg dahin der Konkurrenz und anderen schlitzaugigen Störenfrieden ordentlich in den Hintern zu treten.

Jedem Königreich haben die Entwickler dabei eine Kampagne spendiert, insgesamt warten 41 Helden darauf, von euch in dynamischen Kämpfen aufgelevelt zu werden. Zu Lande und in der Luft kämpft man dabei in alter "Dynasty Wars"-Manier. Doch die Entwickler haben sich durchaus einige Neuerungen einfallen lassen, die dem etwas uninspirierten Spielprinzip gut getan haben.

Die Transformationen sind optisch sehr gelungen.Die Transformationen sind optisch sehr gelungen.

"Monster Hunter"-Abklatsch?

Bisher wurde die Spieleserie oft dafür kritisiert, zu wenig abwechslungsreich zu sein und den Spieler zu wenig für die geschlagenen Schlachten zu belohnen. Offenbar hat Entwickler Koei sich die Kritik zu Herzen genommen: Erstmalig in der Geschichte der Spielreihe wurde eine gehörige Prise Rollenspiel mit aufs Rezept der Entwickler gesetzt.

Damit erinnert das Spiel etwas an die in Japan grandios erfolgreiche "Monster Hunter"-Franchise. Sicherlich in Anbetracht des Erfolges nicht die schlechteste Möglichkeit, sich inspirieren zu lassen, vor allem, wenn das Spiel dabei immer noch unübersehbar "Dynasty Warriors" ist.

Ihr beginnt euer Abenteuer auf dem Marktplatz eines Dorfes, in das ihr nach jedem erfolgreich absolvierten Abschnitt zurückkehrt. Hier rüstet ihr euch für den Kampf aus, kauft Waffen, verbessert Fertigkeiten und Ausrüstung, nehmt neben den Missionen der Kampagne auch Nebenaufträge an und einiges mehr. Im Zentrum des Spiels stehen dabei neben dem kooperativen Modus ganz klar die Möglichkeiten, seinen Charakter zu verbessern und zu individualisieren. Als Ausgangspunkt dafür dient einer der erwähnten 41 Charaktere, die zu Beginn mit einer Haupt- und Nebenwaffe sowie einer mächtigen Fury-Transformation genannten Spezialattacke ausgestattet sind.

Die Bossgegner erinnern an "Monster Hunter".Die Bossgegner erinnern an "Monster Hunter".

Individualisierte Gesellschaft dank Rollenspiel-Elementen

Jeder spielbare Charakter hat von Haus aus zwei wählbare Waffen, als Nebenwaffe kann dabei jedoch neuerdigs jede der zahlreichen Waffenarten geskillt werden, indem man schlicht die jeweilige Waffe benutzt. Das Repertoire lässt dabei nichts vermissen: 250 der unterschiedlichsten asiatischen Klingen-, Schlag- und Distanzwaffen warten darauf, entdeckt und am lebendigen Objekt ausprobiert zu werden.

Mit in der Schlacht gefundenen Rohstoffen und dem verdienten Gold lasst ihr euch beim Schmied Waffen fertigen, der mittels gewonnener Charakterkarten ebenfalls verbessert werden kann (und dann bessere Waffen anfertigt). Bereits vorhandene Waffen verbessert ihr mit Hilfe von Orbs. Außerdem stehen KI-Fähigkeiten zur Verfügung, um Charakterwerte zu verbessern. Mit denen könnt ihr euch dann beispielsweise schneller bewegen oder durch die Luft schweben.

Das alles zusammen funktioniert so gut, dass dabei das immer gleich ablaufende Spielprinzip (glücklicherweise) etwas in den Hintergrund tritt. Jeder Level ist in mehrere Abschnitte aufgeteilt, in dem ihr bestimmte Gegner besiegen oder Gegenstände finden müsst. Habt ihr das jeweilige Ziel für den Abschnitt erreicht, öffnet sich der nächste Bereich. Im letzten Abschnitt wartet dann jeweils einer der teilweise happigen Bossgegner, die nach den ersten Levels ohne eine gezielte Taktik kaum zu knacken sind. Drei Leben pro Level müssen ausreichen, um auch die Bosse zu besiegen. Abgesehen von der taktischen Komponente ist der grundsätzliche Ablauf in jeder Mission allerdings gleich.

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