Test Bionic Commando: Der einarmige Spider-Man

von Malte Kruse (19. Mai 2009)

Capcom hat mal wieder in der großen hauseigenen Kiste vergessener Klassiker gewühlt und ist auf "Bionic Commando" gestoßen. Nach dem eher lieblosen Remake auf Arcadebasis als kleines Downloadspiel im letzten Jahr steht nun aber ein konkurrenzfähiges Action-Adventure unter dem gleichen Namen wie der 1987 erschienene Klassiker bereit. Herausgekommen ist ein durchaus bemerkenswerter Mix aus **Lost Planet und Spider-Man - The Movie 3.**

Regelmäßig gibt es Nachschub an Waffen. Munition müsst ihr aber anderswo sammeln.Regelmäßig gibt es Nachschub an Waffen. Munition müsst ihr aber anderswo sammeln.

Die Power des Arms

Habt ihr von dem Original oder dem Remake Bionic Commando - Rearmed noch nichts gehört, ist das für das Next-Gen "Bionic Commando" nicht schlimm, da es im Grunde nur Held und Spielidee aus dem Klassiker übernimmt. Das Besondere am Hauptcharakter ist der bionische Arm, den ihr auf vielfältige Weise nutzen dürft. Zum einen schwingt ihr euch in bester Spider-Man-Tradition über Abgründe oder verdrescht einen Feind in Reichweite des Arms. Später erlernt ihr weitere Spezialmanöver und könnt etwa Gegenstände hochheben und auf Gegner werfen.

Neben den zusätzlich vorhandenen Schießeisen, etwa MG oder Raketenwerfer, sind die Fights mit dem bionischen Arm schon recht spaßig und spielen sich zumindest anfangs gewöhnungsbedürftig. Das hängt leider vor allem mit der etwas überladenen Steuerung zusammen. Allein um ein Objekt mit dem Arm zu euch zu ziehen und anschließend zu werfen, benötigt ihr drei Tasten am Pad, das lösen andere Spiele komfortabler. Die Steuerung patzt auch bei den vielen Sprüngen. Es fällt unglaublich schwer, den richtigen Absprungpunkt zu finden und in der Luft ein mögliches Ziel für euren Arm anzuvisieren. Im Gegensatz zu einem "Spider-Man" müsst ihr in "Bionic Commando" nämlich stets etwas anvisieren, damit ihr beim Druck auf die linke Schaltertaste den Arm ausfahrt.

Links ist der bionische Arm zu sehen, hier bereits aufgerüstet, um Powermoves auszuführen.Links ist der bionische Arm zu sehen, hier bereits aufgerüstet, um Powermoves auszuführen.

Eher für Profis

Einige frustrierende Stellen begegnen euch gerade in den ersten Spielstunden, wenn ihr wieder mal von einer Flugmine zur anderen hüpfen müsst und beim letzen Sprung versagt. Später ärgert ihr euch über nicht enden wollende Gegnerwellen, etwa im Staatsarchiv der Stadt. Dummerweise haben die Entwickler schon fast Capcom-typisch bei den Speicherpunkten gespart, oft müsst ihr ganze Abschnitte erneut spielen.

Richtig tricky wird es, wenn ihr unter Zeitdruck eine lange Sprungpassage überwinden müsst, etwa weil euch Scharfschützen ins Visier genommen haben. Ein gewisses Frustpotenzial und Geduld bei der Steuerung sollte ihr also schon besitzen, sonst werdet ihr mir dem Titel nicht lange glücklich.

Weiter mit:

Kommentare anzeigen

Resident Evil 7: Krasses Horror- und Splatter-Comeback von Capcom

Resident Evil 7: Krasses Horror- und Splatter-Comeback von Capcom

Mit Resident Evil 7 - Biohazard will Capcom den Begriff Horror für Spiele neu definieren. Auch für die (...) mehr

Weitere Artikel

Leserwahl zum GOTY 2016 - Entscheidet hier über das Spiel des Jahres + tolle Gewinne

Leserwahl zum GOTY 2016 - Entscheidet hier über das Spiel des Jahres + tolle Gewinne

Ihr habt die Wahl! Ihr entscheidet, welches Spiel das schönste, beste und tollste dieses Jahr war. Ab sofort d&uum (...) mehr

Weitere News

Newsletter

Mit diesem Formular kannst du den Spieletipps.de Newsletter kostenlos abonnieren.

Bionic Commando (Übersicht)