Test Geheimakte 2: Überzeugend auch auf dem DS

von Daniel Frick (19. Mai 2009)

In keinem anderen Genre wurden in den letzten Jahren so viele gute Titel produziert wie bei den Adventure-Spielen für den PC. Nachdem LucasArts das Genre in den neunziger Jahren maßgeblich geprägt und weiterentwickelt hat, konnten sich in den letzten Jahren vor allem deutsche Entwickler profilieren. Eines der Highlights 2006 war "Geheimakte Tunguska", dessen Fortsetzung "Puritas Cordis" nun ein halbes Jahr nach der Erstveröffentlichung wie schon der erste Teil für den Nintendo DS erschien.

Ein volles Inventar ist bei einem Adventure Ehrensache.Ein volles Inventar ist bei einem Adventure Ehrensache.

Spielelemente an Stylus-Steuerung angepasst

Warum die Adventures hauptsächlich auf dem PC so erfolgreich sind, erklärt sich mit der genauen Bezeichnung des Genres wohl am schnellsten: "Point & Klick" ist nun mal prädestiniert für die Maussteuerung. Und hier wird dann auch das Potential des DS deutlich: Mit dem Stylus läßt sich das ganze (fast) noch besser steuern, schließlich muss man Gegenstände und Personen nur antippen. Das funktioniert verständlicherweise sehr gut, auch wenn hin und wieder nahe beieinander liegende Objekte die Begrenzungen des kleinen Touchscreens aufzeigen.

Aber es lässt sich nicht verleugnen: Adventures auf dem Nintendo DS machen alleine schon wegen der Steuerung Spaß. Auf diesem Hintergrund wirbt auch Publisher Koch Media kräftig damit, die eins zu eins von der PC-Fassung übernommene Geschichte von "Puritas Cordis" bei der Umsetzung den Steuerungsmöglichkeiten des Handheld angepasst zu haben. Relevant ist dies an keiner Stelle, bezieht aber den Spieler mit Minispielen noch mehr aktiv in das Spiel mit ein und sorgt für Abwechslung, etwa wenn eine schmutzige Scheibe mit einem "Lappen sauber gewischt" werden muss.

Das Abenteuer führt uns wieder an die verschiedensten Schauplätze.Das Abenteuer führt uns wieder an die verschiedensten Schauplätze.

Kreuzfahrt, Getränke und Weltuntergang inklusive

Doch zur Geschichte, die mit Rätseln und Charakteren zu den wichtigsten Zutaten eines guten Adventures gehört und beim Vorgänger voll überzeugt hat: Etliche Zeit nach der Aufklärung der Geschehnisse in der sibirischen Tundra hat sich Nina Kalenkow von Max getrennt und sich etwas Erholung auf einem Kreuzfahrtschiff redlich verdient. Auf geschickte Art und Weise verknüpft das Drehbuch Nina dabei mit dem Intro des Spiels, in dem auf der Jagd nach einem mysteriösen Dokument mehrere Personen sterben. Ninas Ankunft auf dem Schiff steht unter keinem guten Stern: Zuerst kommt es noch im Hafen zu einem ominösen Unfall und Ninas Koffer verschwindet, auf See verschwinden dann parallel zu im Fernsehen übertragenen Naturkatastrophen Gegenstände und Personen teilweise spurlos.

Noch ehe Nina "Urlaub" sagen kann, befindet sie sich wieder mitten in einem spannenden Abenteuer, in das auch ihr Ex-Freund Max am anderen Ende der Welt gezogen wird. Kann hinter den Ereignissen eine Verschwörung der Weltuntergangs-Sekte "Puritas Cordis" stecken? Nina und der ebenfalls wieder als Charakter steuerbare Max Gruber werden es in acht rätsellastigen Kapiteln herausfinden.

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