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F.E.A.R. - First Encounter Assault and Recon

Mögen Sie Horrorfilme? Nein? Dann brauchen Sie auch dann nicht weiterzulesen, wenn Sie 3D-Shooter eigentlich mögen. Denn "F.E.A.R." ist die atmosphärisch beste Mischung eines Horrorfilms und eines 3D-Shooters, die es je in einem Computerspiel gegeben hat. Nicht selten habe ich mich in der überschaubaren Spielzeit zu Tode erschreckt. Und ich bin als Liebhaber japanischer Horrorfilme beileibe kein Angsthase. Aber eins nach dem anderen. Von Daniel Frick

2. Nov 2005

Ein Psychopath der Extraklasse

Gestatten? Mr.Paxton Fettel!

Kaum hat unser Alter Ego seinen neuen Job bei F.E.A.R (First Encounter Assault Recon = Erstkontakt Angriff und Aufklärung), einer Spezialeinheit für paranormale Phänomene, angetreten, hat er ein gehöriges Problem an der Backe. Ein geheimes Militärexperiment, dessen Ziel die Schaffung eines ganzen Batallions erstklassig ausgebildeter und übersinnlich begabter Klone war, ist außer Kontrolle geraten. Einer der Kommandeure namens Paxton Fettel hat telepatische Kontrolle über die Einheit erlangt und nützt diese für seine Zwecke. Sie sind zu Beginn alles andere als durchschaubar. Nur eines haben alle bisherigen Kontakte mit Fettel gemeinsam. Sie endeten äußerst blutig und äußerst tödlich. Über einen eingebauten Chip ist der Bösewicht zu orten. Doch vom Gedanken, dass das Ganze dadurch ja ein Kinderspiel werden wird, ist man schon nach der ersten halben Stunde des Spiels weit entfernt. Denn der durchgeknallte Über-Soldat hat eine weitere unangenehme Eigenschaft: Spurlos zu verschwinden und seine Blutbäder an einem anderen Ort weiterzuführen. Doch bis der üble Zeitgenosse mit sprichwörtlichem Blutdurst erledigt ist, gilt es noch jede Menge seiner harten Jungs zu beseitigen und gruselige Momente auszuhalten.

Wegweisende KI

Die Gegner suchen clever Deckung

Nicht nur für Taktik-Fans ist die KI in einem Shooter oftmals der Knackpunkt in Bezug auf Gefallen oder Nicht-Gefallen. Und in diesem Punkt haben die Herren von Monolith alle Register gezogen, die man nur ziehen kann. Oft schon habe ich gegen virtuelle Soldaten gekämpft, aber noch nie haben sich Gegner so sehr wie eine Elite-Einheit verhalten wie in "F.E.A.R." Die Klone gehen in Deckung hinter allem, was man sich vorstellen kann. Ist kein Schutz vorhanden, wird kurzerhand ein Tisch oder eine Couch umgeworfen, um dort Deckung zu suchen. Sind die Gegner in großer Überzahl, versucht einer, dich zu umgehen und dir in den Rücken zu fallen, während die anderen dich munter weiter mit ihren Metallspritzen beharken. Wirft man eine Granate, kann man zusehen, wie sich der Gegner mit einem Hechtsprung in Sicherheit bringt. Und abgesehen von all diesen cleveren Verhaltensweisen machen die Gegner vor allem eins: So gnadenlos aus allen Rohren feuern, dass man selbst gut beraten ist, es ihnen in punkto Deckung suchen gleich zu tun. Noch nie hat man mit hirnlosen Sturmangriffen so wenig erreicht wie in "F.E.A.R." Zwei Sekunden ungedeckt auf 3 Elite-Klone zugestürmt und schon findet man sich reichlich tot auf dem Boden wieder. Zum Glück gibt es neben 4 frei wählbaren Schwierigkeitsgraden (von denen es schon der Leichteste in sich hat) den äußerst hilfreichen Bullet-Time-Modus. Dieser lässt sich auf Tastendruck für kurze Zeit auslösen, muss dann jedoch erst wieder aufgeladen werden. Ohne diesen Helfer sind die Mannen von Fettel eine Wahnsinns-Herausforderung, doch auch mit dieser Hilfe muss man sehr taktisch vorgehen.

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