Test SWAT 4 - Seite 2

Dunkle Keller sorgen für SpannungDunkle Keller sorgen für Spannung

Taktik und Gebot höchster Gewaltlosigkeit

Die besondere taktische Komponente im Spiel kommt dadurch zustande, dass man seinen zwei Zweier-Teams die verschiedensten Anweisungen geben und als Chef im Hintergrund mit dem nötigen Überblick agiert. Über einen Monitor kann man die Teams jeweils aus deren Helmkamera-Perspektive überwachen und auch Einsatzbefehlte geben. So ist es z.B. möglich, verschanzte Geiselnehmer in die Zange zu nehmen und von zwei Seiten anzugreifen. Zudem stehen einem in den Missionen noch ein oder mehrere Scharfschützen zur Verfügung, deren Steuerung man nach einer Kontaktmeldung ebenfalls übernehmen kann und so bestimmte Ziele schon vor der eigentlichen Konfrontation ausschalten kann. Bei all dem ist immer und überall oberste Vorsicht geboten. Zimmer um Zimmer gilt es abzusichern, und dabei kann man nicht einfach zur Tür reinmarschieren. Vorher lohnt sich ein Blick unter der Tür durch mit der Periskopkamera, oder aber man sichert den Raum durch eine CS- oder Gummigeschoss-Granate. Die KI der Gegner ist hervorragend und so hat man keine Chance mit Rambo-Manier. Außerdem gilt es immer, auch Geiselnehmer möglichst unverletzt festzunehmen. Gelingt einem das, erhält man eine höhere Punktzahl. Hat man dagegen zu viele Verletzte und getötete Opfer zu beklagen, kann man eine Mission verlieren, obwohl man eigentlich alle Aufgaben erledigt hat.

Wir stürmen den Hintereingang einer DiscoWir stürmen den Hintereingang einer Disco

Grafik, Sound und Technische Umsetzung

Technisch gibt es an "SWAT 4" nur sehr wenig zu bemängeln. Das Grafikdesign ist sehr ansprechend. Egal ob man sich mit seinen Mannen gerade in einem Nachtclub, einer Tankstelle oder einem Bürogebäude befindet, immer wirkt alles sehr lebensecht. Die Qualität der Grafik ist deutlich über dem Durchschnitt, ohne jedoch in der allerhöchsten Liga zu spielen. Vor allem Licht- und Schatteneffekte sind sehr gut umgesetzt und verleihen dem Spiel, je nach dem momentanem Standort, ein besonderes Maß an Realismus. So fallen z.B. die letzten Sonnenstrahlen durch ein Oberlicht, während in der Tiefgarage eines Autohandels dunkle (und damit potentiell gefährliche) Ecken auf einen warten. Die Musik setzt ein, wenn verdächtige Personen auf der Bildfläche erscheinen, ansonsten gibt es keine. Sehr schön und z.T. witzig sind auch die Sprachausgabe und die Kommentare von Kollegen, Geiseln und Übeltätern im Einsatz. Besonders hervorzuheben ist noch die Übersichtlichkeit und Einfachheit der Menüs, dies schlägt sich vor allem in der direkten Aktion bei taktischen Befehlen nieder. Probleme hatte ich einige wenige Male mit gespeicherten Spielständen. Gespeichert werden kann eigentlich nicht, man schaltet einfach Mission für Mission frei, wenn man die vorherige geschafft hat. Dies funktionierte nicht immer reibungslos, so dass ich etliche Missionen mehrmals spielen musste, bevor ich weiterkam.

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