Test Anno 1404 - Seite 2

Wüstensand muss mit Bewässerungsanlagen fruchtbar gemacht werden.Wüstensand muss mit Bewässerungsanlagen fruchtbar gemacht werden.

Orientalische Gastfreundschaft und exotische Waren

Die schon eingangs erwähnte große Neuerung in "Anno 1404" ist die Einführung des Orients. Die grafische Umsetzung ist äußerst liebevoll gemacht und begeistert das Auge. Doch das Beste am Orient ist, dass er nicht "nur" ein anderes Szenario bietet, sondern sinnvoll und spürbar in andere Spielmechanismen eingebunden ist. Das beginnt schon damit, dass wir dringend Rohstoffe aus dem Orient brauchen, uns das Wohlwollen des Grosswesirs aber erst einmal verdienen müssen. Durch Geschenke (durch Ruhmpunkte aus Quests erworben) werden die Beziehungen vertieft und so stehen langsam immer mehr Bauoptionen zur Verfügung.

Außerdem könnt ihr die Ruhmpunkte beim Herrscher im Orient gegen Gegenstände ("Items") eintauschen, die uns im weiteren Spiel enorm hilfreich sind: zum Beispiel schnellere Schiffe durch verbesserte Segel. So baut ihr Schritt für Schritt eine "Parallelgesellschaft" im Orient, mit eigenen Bewohnern (Nomaden), den dazugehörigen Bedürfnissen und Rohstoffen. Ein komplexes "Spiel im Spiel", das aber gelöst werden muss, damit in der Heimat alle Einwohner zufrieden sind. Der Orient stellt seine ganz eigenen Anforderungen an euch. So müsst ihr trockenes Wüstenland erst einmal bewässern, um nach der Bebauung der ersten fruchtbaren Stellen mehr Nutzfläche zu erhalten. Mit all dem hält man den Spieler bei der Stange, die Motivation bleibt durch den grossen Abwechslungsreichtum immer bestehen. Toll, wie das die Jungs und Mädels von Related Design umgesetzt haben!

Ein orientalischer Hafen: Völlig anders, aber genauso wunderschön detailverliebt.Ein orientalischer Hafen: Völlig anders, aber genauso wunderschön detailverliebt.

Forderndes Kampagnen-Finale

Nach zirka zwölf Stunden, im letzten Viertel der Kampagne, zieht dann auch der Schwierigkeitsgrad mit Zeitlimits, großen Bauvorhaben wie dem Kaiserdom und den inzwischen sehr komplexen Wirtschaftsabläufen an. Bis dahin war der Schwierigkeitsgrad für Aufbau-Fans locker-flockig. So sind zu Beginn des Spiels fortgeschrittene Aufbaustrategen wahrscheinlich unterfordert, gegen Ende der Kampagne dürften Neulinge dagegen an ihre Grenzen kommen. Durch immer wieder an uns herangetragene Aufträge kommt allerdings nie auch nur der Hauch von Langeweile auf.

Ihr seid immer bestens beschäftigt, es gibt bei den detailverliebten Städten immer was zu sehen und die Belohnungen, die ihr für erledigte Aufgaben erhaltet, sind nicht nur motivierend, sondern machen auch in anderer Hinsicht Sinn: Durch Quests lassen sich nämlich Gegenstände erwerben, die bestimmte Eigenschaften verbessern (Feuerkraft, Geschwindigkeit von Schiffen, Saatgut für neue Fruchtbarkeit auf Inseln). So ist nicht nur für Abwechslung gesorgt, sondern die Aufgaben sind sinnvoll in den weiteren Spielablauf eingebunden. Eine runde Sache, die auch noch motiviert. Was will man als Aufbauspieler mehr?

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