Test Anno 1404 - Seite 4

Der Monumentalbau "Kaiserdom" verschlingt Unmengen an Ressourcen, die erst einmal produziert werden müssen.Der Monumentalbau "Kaiserdom" verschlingt Unmengen an Ressourcen, die erst einmal produziert werden müssen.

Endloses Endlosspiel

Es gibt deutlich mehr und längere Produktionsketten, in das auch der südliche Orient unabdingbar eingebunden ist. Ein Beispiel: Zum Bau einer Kirche benötigt ihr Glas, den dafür benötigten Quarz gibt's nur bei Sandvorkommen. Also beim Großwesir, Inschallah! Was beim Endlosspiel neben den fordernden Produktionsketten auch für Atmosphäre sorgt: Die von der Computer-KI gesteuerten Gegner haben ihre eigenen Persönlichkeiten und handeln auch entsprechend, was sich ein kleines bisschen wie echte, menschliche Gegner anfühlt. Zumindest ein Mini-Trostpflaster für alle, die dem fehlenden Multiplayer-Modus nachtrauern. Denn den hatte es sowohl in Anno 1602 als auch im direkten Vorgänger Anno 1701 noch gegeben.

Die größte Herausforderung des Endlosspiels sind die Monumentalbauten Sultansmoschee, Speicherstadt und im Okzident der Kaiserdom. Für dieses in vier Abschnitten verlaufende Großprojekt werdet ihr eure Stadt massiv umbauen müssen und alles auf die Produktion der benötigten Unmengen an Rohstoffen und Geld zuschneiden. Die größte Überraschung: Selbst nach Abschluss des Baus fordert euch das Spiel weiter. Beim Erreichen der Schwelle von 3.500 Adligen müsst ihr nochmals neue Bedürfnisse stillen und dafür natürlich neue Ressourcen erschließen, unsere Adligen wollen sich schließlich in Pelze kleiden und Wein trinken. Spätestens dann merkt man, dass das Endlosspiel seinen Namen noch nie so sehr verdient hat wie in "Anno 1404".

Auch das Be- und Entladen von Waren wurde vereinfacht.Auch das Be- und Entladen von Waren wurde vereinfacht.

Komfortable Bedienung, grandiose Technik

Anno-Freunde wissen das schon lange: Zu wenig Bedienungskonfort war noch nie eine Schwäche des Spiels. Selbst bei fortgeschrittenem Spiel mit seiner potentiellen Unübersichtlichkeit konnte man komfortabel den Weg zur Weltmacht beschreiten. Diese Tugend hat "Anno 1404" nochmals verbessert. Die Bedürfnisse der Bewohner werden noch übersichtlicher in einem Kreisdiagramm angezeigt, ihr könnt Waren wesentlich schneller und unkomplizierter verladen und verschiffen, und der sympathische Lord Northburgh gibt dezent Hinweise, wo es gerade hapert und was als nächstes zu tun ist. Doch darauf hat sich das Entwicklerteam nicht ausgeruht. Die Menüs können ihr sogar individualisieren: Häufig benötigte Buttons zieht ihr in ein Quickslot-Menü, bestehende Gebäude kopiert ihr mit einem Extra-Button und einiges mehr. Die Hardwareanforderungen sind erstaunlich bescheiden für den hübschen Look, selbst Mittelklasse-PCs sind (fast) ganz vorne mit dabei.

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