Test
Superstars V8: Acht Zylinder für ein Halleluja
Achtzylinder-Motoren sind das Synonym für brachiale Leistung. Mit einem solchen Monster unter der Haube werdet ihr schnell zu einem Reifen-Serienmörder. Wenn ein Spiel diese Motor-Legende im Titel hat, kann das schonmal nicht schlecht sein, oder doch? Von Moritz Hornung
Italienische Superstars
Die "Superstars V8" ist eine italienische Tourenwagen-Rennserie, quasi das Pendant zur deutschen DTM. Übrigens nicht zu verwechseln mit den "V8 Supercars", die in Australien unterwegs sind. Erwartungsgemäß sind überwiegend europäische Achtzylinder-Boliden am Start, zum Beispiel von BMW, Audi und Jaguar. Insgesamt 19 Fahrer und Vehikel aus der vergangenen Saison stehen zur Auswahl, Lizenzfanatiker müssen aber Abstriche machen: Einige Modelle haben lediglich Fantasienamen und sind optisch verfälscht.
Immerhin wurden alle Rennstrecken der Rennserie authentisch nachgebildet. Die gesunde Mischung aus langen Geraden und vielen Schikanen bieten Fahrspaß und Anspruch zugleich. Optisch wirken sie allerdings detailarm und platt. Umso überzeugender sind die Fahrzeugmodelle, die sich hinter Genre-Größen wie GRID absolut nicht zu verstecken haben. Einige Wermutstropfen müsst ihr trotzdem schlucken: Eine Cockpit-Ansicht fehlt und bis auf ein paar wackelnde Stoßstangen herrscht tote Hose, was Schäden angeht. Und das gerade bei Touren-Rennen, in denen es deutlich rauer zugeht als etwa bei der Formel 1.
Pokalsammler
Als Modi stehen euch die "üblichen Verdächtigen" zur Auswahl, wie Training, Schnelles Rennen und Meisterschaft. Etwas ausgefallener sind die "Superstars-Lizenzen", in denen ihr bestimmte Herausforderungen bestehen und Medaillen sammeln müsst. Der Schwierigkeitsgrad ist aber weit unter dem der normalen Rennen, weshalb ihr hier schnell mit allen Events durch seid. Vier Gegner-Level, die von relativ einfach bis bockschwer reichen, könnt ihr für Standardrennen wählen.
Erfolgreiche Lenkrad-Helden sammeln im Büro Pokale, Bilder und Luxus-Gegenstände - ob euch das als Motivation reicht, müsst ihr selbst entscheiden. Bonus-Fahrzeuge oder -Strecken gibt es nicht. Der Meisterschaftsmodus wirkt trocken und unpersönlich, alle Menüs bestehen im Prinzip aus Text und einem Auto im Hintergrund. Von der netten Rennstall-Atmosphäre, die Entwickler Milestone in SBK-09 erschaffen hat, spürten wir hier nichts. Das technische Fahrzeug-Tuning und Management der Renn-Sessions ist jedoch auf einem gleich hohen Niveau geblieben.
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