Test Monkey Island: Das Comeback des Jahres

von Jan Höllger (07. Juli 2009)

Elaine, LeChuck oder Guybrush Threepwood - Namen die Adventurefans seit fast zwei Jahrzehnten in Ekstase versetzen. Lange war es still um die legendäre "Monkey Island"-Reihe, in diesem Sommer bekommen wir gleich die sechsfache Piratenportion. Denn neben einem aufgemotzten Remake des ersten Teils sorgt Telltale Games gleich für fünf frische Episoden rund den Meisterpiraten, Folge 1 mit dem Untertitel "Launch of the Screaming Narwhal" übertrifft dabei sofort unsere hohen Erwartungen.

Zu Beginn muss Guybrush für Schlagzeilen sorgen.Zu Beginn muss Guybrush für Schlagzeilen sorgen.

Holzkopf

Eine derart bekannte Spieleserie wie Monkey Island nach neun Jahren fortzusetzen ist recht heikel. Die Serientäter von Telltale Games lösen diesen Umstand dennoch gekonnt und bleiben im Grunde dem Stil des letzten Teils Flucht von Monkey Island treu, das betrifft sowohl die Optik als auch die Steuerung. Über den Grafikstil des neuen Guybrush wird unter Fans sicherlich heiß diskutiert werden, auch wir mussten beim ersten Anblick unseres alten Helden erst einmal aufgrund der kantigen Gesichtszüge schlucken, doch nach ein paar Spielminuten ist das vergessen. Vielmehr wirkt der gesamte 3D-Look des Spieles wie aus einem Guss, der Detailgrad liegt jedenfalls deutlich höher als bei den vor kurzen veröffentlichten Wallace & Gromit-Folgen.

Überblick über die Insel Floatsam, auf der fast die gesamte Folge stattfindet.Überblick über die Insel Floatsam, auf der fast die gesamte Folge stattfindet.

Nichts geht über Point&Click

Der passende aus Monkey Island 4 entnommene 3D-Look sorgt allerdings auch für Probleme. Wie beim direkten Vorgänger steuert ihr den Möchtegernpiraten direkt mit den WASD-Tasten über Floatsam Island, die als Schauplatz der ersten Episode dient. Wie schon bei Wallace & Gromit ist diese Steuerungsart eher unglücklich bei einem Adventure, immer wieder läuft der Held in die falsche Richtung oder bleibt an einem Objekt hängen. Auch die neue Alternativsteuerung mit gedrückter Maustaste den Nager in die entsprechende Laufrichtung zu bewegen klappt nicht, hier hätte Telltale lieber auf die gelungene Point&Click-Steuerung aus Sam & Max zurückgreifen sollen. Ebenfalls etwas hakelig und umständlich ist die Inventarverwaltung, es erfordert einfach unnötig viele Klicks, um Objekte genauer zu betrachten oder zu kombinieren.

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