Test Bionic Commando: Schwingt nun auch auf dem PC

von Malte Kruse (17. Juli 2009)

PC-Umsetzungen von Konsolentiteln waren schon immer ein Glücksspiel, zu oft wurden Computerspieler mit halbgaren und einfach schlechten Portierungen enttäuscht. Auch Capcom hat hier in der Vergangenheit nicht gerade geglänzt, wenn wir an PC-Umsetzungen von "Resident Evil" oder "Onimusha" zurückdenken. Umso überraschter sind wir von der Qualität der PC-Portierung des interessanten Action-Adventures "Bionic Commando".

Der Held im Portrait.Der Held im Portrait.

Von Konsole auf PC

Die PC-Version von "Bionic Commando" entspricht inhaltlich wie technisch fast 1:1 der 360-Version. In Sachen Grafik kann die PC-Umsetzung zwangsläufig dank hoher Auflösungen punkten, alles wirkt deutlich schärfer. Allerdings flimmern die Kanten unverständlicherweise noch genauso wie auf den Konsolen. Doch die Optik und die gesamte Präsentation ist äußerst schick anzusehen, das gilt vor allem für die Einsätze unter freiem Himmel in der Metropole. Die Hardwareanforderungen halten sich dabei in Grenzen, wir konnten das Spiel in vollen Details und 1.920er-Auflösung ohne merkbares Ruckeln spielen.

Im Tutorial erlernt ihr alle wichtigen Schritte.Im Tutorial erlernt ihr alle wichtigen Schritte.

Die Power des Arms

Habt ihr von dem Original oder dem Remake noch nichts gehört, ist das für das neue "Bionic Commando" nicht schlimm, da es im Grunde nur Held und Spielidee aus dem Klassiker übernimmt. Das Besondere am Hauptcharakter ist der bionische Arm, den ihr auf vielfältige Weise nutzen dürft. Zum einen schwingt ihr euch in bester Spiderman-Tradition über Abgründe oder verdrescht einen Feind in Reichweite des Arms. Später erlernt ihr weitere Spezialmanöver und könnt etwa Gegenstände hochheben und auf Gegner werfen.

Neben den zusätzlich vorhandenen Schießeisen, etwa MG oder Raketenwerfer, sind die Fights mit dem bionischen Arm schon recht spaßig und spielen sich zumindest anfangs gewöhnungsbedürftig. Das hängt leider vor allem mit der etwas überladenen Steuerung zusammen. Allein um ein Objekt mit dem Arm zu euch zu ziehen und anschließend zu werfen, benötigt ihr drei Tasten am Pad, das lösen andere Spiele komfortabler. Patzen tut die Steuerung des Spieles auch bei den vielen Sprüngen. Es gestaltet sich unglaublich schwer, den richtigen Absprungpunkt zu finden und in der Luft ein mögliches Ziel für euren Arm anzuvisieren. Im Gegensatz zu einem "Spider-Man" müsst ihr in "Bionic Commando" nämlich stets etwas anvisieren, damit ihr beim Druck auf die linke Schaltertaste den Arm ausfahrt.

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