Test Monkey Island: Rückkehr auf die Affeninsel

von Jan Höllger (20. Juli 2009)

Seit kurzem könnt ihr über die Onlineplattform Steam diverse LucasArts-Klassiker kaufen, zwangsläufig machen an sich tolle Spiele wie **The Dig oder Indiana Jones heutzutage optisch nicht mehr so viel her. Aus diesem Grund hat LucasArts bei Monkey Island eine andere Richtung eingeschlagen und den Klassiker mit runderneuerter Grafik als Special Edition neu aufgelegt. Das beste Adventure aller Zeiten also nochmals verbessert - geht das überhaupt?**

Der erste Auftritt von LeChuck.Der erste Auftritt von LeChuck.

Genialität altert nicht

Die "Monkey Island Special Edition" bekommt ihr zum fairen Preis von neun Euro über Steam oder als Xbox Live Arcade Download für 800 MS-Points. Inhaltlich hat sich gegenüber dem Original aus dem Jahre 1989 rein gar nichts getan. Als angehender Pirat Guybrush Threepwood vergiftet ihr also die Piranha-Wachhunde vor der Gouverneurs-Villa, flucht euch durch die kultigen Schwertkampfduelle oder lasst euch von Stan ein Schiff andrehen. Auch 20 Jahre nach Erstveröffentlichung sprühen Story und Charaktere nur so vor Witz und Charme, gleiches gilt für die Rätsel, die witzig und intelligent in den Spielablauf eingebaut sind. In gewisser Weise zeigt das Remake somit, dass sich das Adventuregenre in den letzten zwei Jahrzehnten bis auf zwei Aspekte kaum verändert hat.

Die Grafik des Remakes ist sehr stimmungsvoll geworden.Die Grafik des Remakes ist sehr stimmungsvoll geworden.

Perfektes Styling

Diese Ausnahmen betreffen Steuerung und Grafik. Letzteres ist aufgrund des technischen Fortschritts ganz normal und daher ist die Idee eines Remakes von Monkey Island in modernerer Optik absolut genial, schließlich werden jüngere Zocker bei allem Charme wohl kaum den Pixelmatsch von damals sehen wollen und selbst beinharte Retrozocker müssen zumindest bei der Optik kurz schlucken. Die neue Grafik fängt den Charme des Klassiker allerdings superb ein, die Hintergründe sorgen für vertraute Atmosphäre und bringen die Piratengeschichte fast so auf den Bildschirm, wie wir mit leicht verklärten Augen das Original im Gedächtnis haben.

Lediglich die Figuren können das hohe Niveau nicht ganz halten, ähnlich wie bei Tales of Monkey Island wirkt gerade Held Guybrush etwas zu kantig mit seiner Haartolle. Wer trotz des gelungenem neuen Anstrichs lieber das Original spielen möchte, kann jederzeit mitten im Spiel per Taste zwischen alt und neu hin und herwechseln - absolut genial.

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