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Blur: Macht auch aus nächster Nähe das Rennen

Der Fun-Racer "Blur" ist eines unserer gamescom-Highlights. Sowohl im Presse- als auch im Besucherbereich durften Interessenten das Spiel antesten und selbst entscheiden, wie sie die 180-Grad-Wende von Entwickler Bizarre Creations finden. Von Verena Gebauer

20. Aug 2009

Weniger Frust, mehr Spaß

Blur erinnert nicht im Entferntesten an "PGR" - absichtlich.

Mit 20 Autos gleichzeitig auf der Strecke könnt ihr in "Blur" simulationslastige Sequenzen vollkommen vergessen. Und genau davon will sich Bizarre Creations, Entwickler von Project Gotham Racing, auch distanzieren. Die sympathischen Engländer wollen vermeiden, dass Spieler in ihrem neuen Projekt Frustmomente erleben - die für Rennspiele ja eigentlich typisch sind. Ihr nehmt eine enge Kurve, der Wagen bricht aus, weil ihr nicht im richtigen Moment gebremst habt, plötzlich blinkt die Anzeige "Falsche Richtung" auf eurem Bildschirm auf - und das Rennen ist gelaufen. Ihr kennt das? Und ihr hasst es? Dann freut euch auf "Blur". Wenn euer Wagen mal die Orientierung verliert, werdet ihr direkt wieder auf der Strecke abgesetzt und fahrt einfach weiter, als sei nichts gewesen. Zu leicht wird das Spiel dadurch trotzdem nicht.

Simpel, aber sehr passend

Wer sich fies anstellt, kriegt viele Fans - zumindest in "Blur".

Besonders gut hat uns die Steuerung des Rennspiels gefallen. In der XBox360-Version gebt ihr mit dem rechten Trigger Gas, bremst mit dem linken, feuert mit A das gerade aktive Power-Up ab. Zwischen den insgesamt drei dieser kleinen, feinen Vorteile, die ihr mit euch herumfahren könnt, wechselt ihr mit Y, mit X benutzt ihr euren Schild (davon habt ihr drei pro Rennen). Während des einzigen Rennens, das wir während der Präsentation gefahren sind, haben wir uns an diese Steuerung so gut gewöhnt, dass wir direkt den Sieg heimgefahren haben. Allerdings war unser Fahrstil etwas zu sauber für die Fans, die ihr in "Blur" begeistern könnt. Richtig gelesen, trotz verlorenen Rennens könnt ihr Extrapunkte sammeln, etwa indem ihr viele Power-Ups verwendet, oft Nitro einsetzt oder eine tolle Attacke ausführt. Dafür kriegt ihr dann Fans - und dafür wiederum Belohnungen.

Fazit

von Verena Gebauer

"Blur" ist genauso spaßig, wie es sich anhört. Das komplett neue Spielprinzip, das ja eigentlich so gar nicht zu den "PGR"-Machern zu passen scheint, ist einfach klasse. "Blur" könnte ins eher festgefahrene Rennspiel-Genre einschlagen wie eine Bombe.

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