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ModNation Racers (Playstation 3)

Artikel veröffentlicht am 22.08.2009

Man nehme einmal "Mario Kart" und mische es mit "Little Big Planet", schon hat man Sonys neuen Arcade-Racer auf dem Schirm. Von dem Konzept konnten wir uns auf der gamescom persönlich überzeugen. Von David Lojewski

Sackboy trifft Mario

Die Figuren lassen sich frei gestalten.

Ganz oben im Pressezentrum der gamescom hat sich Sony einquartiert. Doch der gefährliche Aufstieg lohnt sich für uns, steht doch die Präsentation von "ModNation Racers" auf unserem Terminplan. Das Spielprinzip des Kart-Racers ist schnell erklärt. Die Grundlage bildet das Spielprinzip von Mario Kart Wii. Da gut kopierte Arbeit in der Regel solide, aber keine eigene Arbeit ist, haben sich die Jungs von Sony dazu entschieden, das Spiel mit Elementen des hauseigenen Little Big Planet aufzupeppen. Sie betonen dabei, dass sich das Spiel bewusst an Familien und Gelegenheitsspieler richtet. Die Spieler können also ganz einfach mittels Editor eigene Strecken erstellen und dann über das Playstation Network herunterladen, verändern und weiter verteilen. Hier wird der Spieler zum Designer.

Landschaftsdesigner in Ausbildung

Dank des einfachen Interfaces fällt das Designen nicht schwer.

Verändern könnt ihr dabei alles nur Erdenkliche: Die Möglichkeiten lassen dabei keine Wünsche offen und nach einer halben Stunde Präsentation hatten wir noch nicht einmal einen Bruchteil davon gesehen. So lässt sich die Landschaft nach Belieben heben sowie senken, um flink Berge und Täler zu erschaffen. Vordefinierte Formen sorgen dabei für schnell produzierte Landschaftsbilder. So haben wir kurzerhand einen Totenkopf aus dem leeren, ebenen Wüstensand gestampft. Fortan durften wir durch Augen- und Nasenhöhlen rasen. Auf der Strecke lassen sich Hindernisse und Pop-Ups platzieren, die euch während des Rennens mit nützlichen Waffen versorgen. Zu den Hindernissen gehört unter anderem eine Ölfasswurfmaschine, die für besonders brenzlige Rennen sorgen soll.

Pimp my Kart

Durch Waffen bleibt das Spiel spannend.

Trotz seiner beeindruckenden Möglichkeiten bleibt der Editor doch kinderleicht zu bedienen und so hatten wir bereits nach wenigen Minuten eine komplette Strecke entworfen. Neben dem Baumodus bleibt der Racing-Aspekt aber nicht auf der Strecke. Die Karts lassen sich genauso wie die Charaktere frei gestalten und die verteilten Pop-Ups sorgen samt der Arcade-lastigen Steuerung für packende Rennen auf der Strecke. So werden auch Einsteiger schnell Spaß an den Mini-Autos finden. Ein Wermutstropfen bleibt allerdings: Die grafische Präsentation wirkt ein wenig altbacken und kommt nicht ganz an die quietschbunte Aufmachung von Nintendo heran.

Fazit

von David Lojewski

Jeder ist seines Glückes Schmied. Bei "ModNation Racers" trifft diese Binsenweisheit mehr denn je zu. Eine ähnliche Freiheit bei der Gestaltung der Strecke bietet allenfalls "TrackMania Nations Forever" für den PC. Der Spieleinstieg fällt sehr einfach und der Editor lässt sich trotz seines Umfangs sogar von Laien blitzschnell bedienen. Mitte des nächsten Jahres steht das Spiel in den Läden und dann dürfen sich alle Playstation 3-Fans auf eine grandiosen Kart-Racer freuen, der seiner Nintendo Konkurrenz in nichts nachsteht.


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