Colin McRae - Dirt 2 (360)
Test
Colin McRae - Dirt 2: (K)ein Dreckspiel
Kopf an Kopf mit einem Baja-Truck fährt unser Buggy eine Böschung hoch, ein meterhoher Sprung folgt, Feuerwerke werden gezündet, es hagelt ein Blitzlichtgewitter aus den Zuschauerrängen... Erster! Spektakulärer könnte eine Zieleinfahrt kaum sein. Effekthascherei? Oder ist "Dirt 2" auch spielerisch ein Spektakel? Von Moritz Hornung
Weltenbummler
Wie so ziemlich jedes Spiel fängt "CMR: Dirt 2" damit an, dass wir ein Spielerprofil erstellen. Doch gleich darauf ist es mit der Normalität schon vorbei. Wir schreiten in einen Wohnwagen, der nicht etwa eine Zwischensequenz, sondern das Hauptmenü darstellt. Draußen tobt ein Publikum, das von einem DJ angeheizt wird. Das erinnert zunächst mehr an Need for Speed - ProStreet als an die typisch sterilen Menüs der Colin McRae-Reihe.
Nachdem wir uns vergewissert haben, dass das richtige Spiel im Laufwerk liegt, schauen wir uns um und finden allmählich Gefallen an der Aufmachung. Es ist ein erfrischend anderer Ansatz und zieht uns schnell in das Spiel hinein. Je nach Veranstaltungsort der Rennen reist unser Wohnwagen mit und sammelt Andenken wie einen Londoner Doppeldecker-Bus oder eine Godzilla-Puppe.
Rennen, Rennen und noch mehr Rennen
Die Events sind auf Schauplätzen in der ganzen Welt verteilt, die ihr auf einer Weltkarte in eurem Wohnwagen auswählt. Am Anfang ist nur ein kleiner Teil zugänglich. Durch Renn-Erfolge bekommt ihr neben Geld auch Erfahrungspunkte, die euch in eurem Fahrerlevel aufsteigen lassen. Das geht flott und schon bald werden etliche neue Orte, Rennen, Fahrzeuge und Gimmicks freigeschaltet. Beiläufig könnt ihr noch "Aufträge" erledigen, wie bestimmte Distanzen driften oder springen, um ein paar Erfahrungspunkte extra zu kassieren.
Fünf Disziplinen gilt es zu meistern, die Unterschiede liegen dabei vor allem bei den zulässigen Vehikeln und ob Rundkurse oder Etappen gefahren werden. Die Auswahl an Rennen ist groß, daher kommt ihr auch gut voran, wenn ihr nur die Modi rauspickt, die euch am besten gefallen. Etwas Würze kommt durch drei spezielle Rennformen hinein, bei denen ihr zum Beispiel Tore auf der Strecke treffen müsst. Nach einiger Spielzeit wiederholen sich die Levels jedoch stark, hier hätten es ruhig ein paar mehr Streckenvarianten geben dürfen. Für Abwechslung sorgen die KI-Gegner, die sich schon mal nach einem Sprung überschlagen oder bei einer Rallye liegen bleiben und ein Hindernis darstellen.
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