Test
Guerrilla: Zerstörungs-Orgie ohne Vorspiel
Zukunft. Mars ist bewohnt. Seltsame Dinge gehen vor. Schwarzenegger? "Total Recall"? Nein - allerdings lässt es ein ebenso schlagkräftiger Zeitgenosse namens Alec Mason ähnlich krachen wie Schwarzenegger 1990 im Science-Fiction-Film. Wir testen hier die PC-Portierung von "Red Faction Guerrilla", die Konsolenversionen sind bereits vor drei Monaten erschienen, und so müssen sich die Windows-Zocker mal wieder fragen, ob sich das Warten gelohnt hat. Von Daniel Frick
Mars macht mobil...
Kurzversion der Story für alle, die zum ersten Mal von "Red Faction Guerrilla" hören oder die letzten Monate tatsächlich auf dem Mars verbracht haben: Im Jahr 2125 hat die "Earth Defence Force" (EDF), die seit 50 Jahren den Mars mit Unterdrückung, Folter und Mord beherrscht, durch die bereits aus dem Vorgänger bekannte "Red Faction" nicht mehr so leichtes Spiel im Dikatur-Alltag. Denn die Rebellen machen den Unterdrückern mit Guerilla-Terror ordentlich zu schaffen.
In dieses Geschehen stolpert der Normalo Alec Mason von der Erde und wird durch seinen Bruder wider Willen in die Oppositionsgruppe eingeschleust. Fast selbstredend, dass Alec erst durch den Tod seines geliebten Bruders nach dem ersten Spielabschnitt die "richtige" Motivation erhält, den Herrschern das Leben schwer zu machen: Rache für den im Einsatz getöteten Bruder. Für euch als Spieler der Startschuss, es gewaltig aus allen Rohren krachen zu lassen und den Mars umzupflügen...
Shooter gehören auf den PC! Oder?
Fans von Halo 3 werden das anders sehen, aber Shooter spielen sich mit Maus und Tastatur am eingängigsten. Vor allem, wenn die Steuerung bei den bereits erschienenen Konsolen-Versionen einer der größten Kritikpunkte war. Auf der anderen Seite kommt der Maus-Tastatur-Effekt am ehesten bei einem First-Person-Shooter zum Tragen. "Red Faction Guerrilla" ist aber ein Third-Person-Shooter. Wie auch immer: Wie sieht es mit der Steuerung im Spiel aus?
Zuerst fällt auf, dass die Menüs mit der Maus nicht vollständig bedient werden können, hier wurde wohl etwas Zeit eingespart. Im Spiel selbst dagegen kommt ihr mit Tastatur und Maus sehr gut zurecht, besser wohl als mit einem Gamepad. Das war jedenfalls unsere Einschätzung, als wir beides ausprobiert haben. Ein weiterer Punkt, der für den PC spricht: Die Grafik ist ordentlich aufgepeppt, Explosionen, Raucheffekte und vieles mehr sehen auf eurem Windows-Rechenknecht einfach noch mal einiges besser aus. Allerdings ist der Hardwarehunger hoch, vor allem wenn man mit hohen Details ohne Ruckler spielen will. Daher vor dem Kauf unbedingt die Hardwareanforderungen checken, sonst bleibt einem im Ernstfall nur, die Details herunterzuschrauben - und wer macht das schon gerne?
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