Test Red Faction - Guerrilla - Seite 2

Die Stahlbetonkonstruktionen bersten physikalisch korrekt.Die Stahlbetonkonstruktionen bersten physikalisch korrekt.

Alec Abrissbirne Mason, zwangsrekrutierter Sprengmeister

Der Clou an "Red Faction Guerrilla" war schon auf den Konsolen die Physik-Engine, die praktisch alle Gebäude und Gegenstände physikalisch korrekt in ihre Einzelteile zerlegt. Damit das auch Spieler tun, die im Zweifelfalle nur die Gegner, nicht aber alles und jeden atomisieren, hat das Spiel einen Kniff eingebaut, der euch dazu "zwingt". Zerstörte Gegenstände hinterlassen "Barschrott", Altmetall, das im Spiel eine Quasi-Währung darstellt und mit dem ihr Upgrades für eure Waffen erstehen könnt.

Die meisten von euch werden wie wir auch dann absolut fasziniert von den Zerstörungsorgien sein, wenn sie eigentlich friedliebende Zeitgenossen sind. Denn die eigens entwickelte Physik-Engine Geo Mod 2.0 macht ein Spektakel aus der Trümmerproduktion. So könnt ihr nicht nur mit dem Bergbauhammer Wände und Mauern zu Betonstaub verarbeiten, sondern beispielsweise auch Türme bei richtiger Platzierung einer Sprengladung in eine bestimmte Richtung kippen lassen. Dazu kommen jede Menge weiterer Spielereien dieser Art. Allerdings merkt man immer wieder, dass (zu) viel Energie und Zeit in dieses Feature gesteckt wurde. Wäre es im Spiel nicht in dieser Art und Weise zu finden, würde es stellenweise recht schnell langweilig werden.

Die Action packt, die Missionen leider nicht auf Dauer.Die Action packt, die Missionen leider nicht auf Dauer.

Abwechslung? Nur bedingt!

"Red Faction Guerrilla" vereint zwar auch neben der zerstörbaren Umwelt einige interessante Ansätze. Allerdings haben wir manchmal den Eindruck, die Entwickler hätten es an der letzten Entschlossenheit fehlen lassen: Die offene Spielwelt mit optionalen und obligatorischen (Story)missionen erinnert an Spiele wie Far Cry 2 oder Infamous, wo sich die Aufgaben ebenfalls sehr schnell wiederholten. Abgesehen davon, dass aber die Orientierung bei diesen zwei Arten der Missionsbeschaffung zu Beginn nicht immer einwandfrei funktioniert, liegt das auch an den Missionen selbst. Im Endeffekt geht es eben einfach nur darum, den Ruf als Abrissbirne zu erfüllen. Dinge zu zerlegen macht wie schon geschrieben in diesem Spiel wahrscheinlich mehr Spaß als in jedem anderen. Aber wenn die Missionen fast nichts anderes wollen, langweilen wir uns auf Dauer doch etwas.

Die beiden gegnerischen Fraktionen und das Mars-Szenario hätten da sicherlich noch mehr Stoff für Abwechslung hergegeben! Wir denken an Spiele wie Gothic 2, Splinter Cell Double Agent oder Bioshock, die aus dem Szenario in diesen Disziplinen das Optimum herausholten. Warum nicht mal Gebäude infiltireren, Fahrzeuge oder Produktionsstätten sabotieren?

Das Moralsystem wurde neben den Missionen damit verknüpft, die sechs Sektoren in die Hand der Rebellen zu bringen. Steigt eure Moral, schlagen sich Zivilisten auf eure Seite des Kampfes. Das ist in sich absolut schlüssig und funktioniert auch, es wurde aber viel zu wenig Kapital für die Geschichte und die Gesamtatmosphäre in der offenen Welt daraus geschlagen. Und dabei hätte das Szenario doch die verrücktesten Ideen ermöglicht.

Weiter mit:

Kommentare anzeigen

Final Fantasy 15: Behandlung erfolgreich

Final Fantasy 15: Behandlung erfolgreich

Anfang August war vor allem der technische Zustand des Rollenspiels Final Fantasy 15 noch durchaus besorgniserregend. (...) mehr

Weitere Artikel

The Last of Us Part 2: Nachfolger soeben angekündigt

The Last of Us Part 2: Nachfolger soeben angekündigt

Im Rahmen der PlayStation Experience 2016 hat Sony soeben einen Nachfolger zu The Last of Us angekündigt. Das Spie (...) mehr

Weitere News

Gutschein Aktion

Holt euch Keys für Gigantic
Schnell zugreifen!

Newsletter

Mit diesem Formular kannst du den Spieletipps.de Newsletter kostenlos abonnieren.

Meinungen - Red Faction - Guerrilla

Cun14
84

Alle Meinungen

Red Faction - Guerrilla (Übersicht)