Test Raven Squad - Seite 2

Selbst direkte Treffer in den Oberkörper sind selten tödlich.Selbst direkte Treffer in den Oberkörper sind selten tödlich.

Selbst ist der Mann

Der Wechsel zwischen Satelliten- und Ego-Blick funktioniert reibungslos auf Knopfdruck. Während ihr in der Draufsicht den Teams nur Richtungsangaben machen könnt, steuert ihr in der First-Person-Perspektive einen beliebigen Soldaten direkt.

Auf die KI-Kollegen ist jedoch wenig Verlass, denn sie warnen euch zwar vor heranrückenden Feinden und Scharfschützen, im Kampf taugen sie jedoch wenig. Sollte mal einer eurer Kameraden zu Boden gehen, könnt ihr ihn ohne Probleme mit einer Spritze wieder auf die Beine bringen. Beim Verlust eines Dreierteams habt ihr 50 Sekunden Zeit, mindestens einen gefallenen Kollegen aufzupäppeln, ansonsten ist die Mission verloren.

Die Umwelt wirkt kantig und leblos.Die Umwelt wirkt kantig und leblos.

Enttäuschende Präsentation

Die Grafik von "Raven Squad" ist ziemlich enttäuschend und das Level-Design trist und wenig abwechslungsreich - der Dschungel variiert nur in verschiedenen Grüntönen und die Wege sind stets linear aufgebaut. Auch die Zwischensequenzen und ganz besonders die Mimik der Personen sind veraltet und wirken lieblos.

Die Waffensounds bollern dafür gut und schaffen eine ebenso gute Atmosphäre im Feuergefecht. Der harte russische Akzent der Soldaten ist hingegen sehr befremdlich und rettet die sowieso schon halbgare Story auch nicht mehr. Die Spieldauer bleibt mit etwa sechseinhalb Stunden etwas kurz, aber wegen der mangelnden Abwechslung hält sich unsere Trauer in Grenzen.

Meinung von Kevin Lunn

Als ich "Raven Squad" in den Händen hielt, war die Vorfreude groß: Endlich ein Shooter, der durchdachte Strategie und brachiale Action vereint. Leider wurde mir schon nach den ersten fünf Minuten Spielzeit klar, dass sich mein Traum in Luft auflösen würde. Schleppend habe ich mich durch die zwölf Level gekämpft, Spaß kam dabei keiner auf. Wäre der taktische Modus taktischer und die Spieltiefe tiefer, hätte aus "Raven Squad" ein guter Mix aus Echtzeit-Strategie und Shooter werden können - so aber könnt ihr die rund 30 Euro besser investieren.

52

meint: Gewagtes Genre-Experiment aus Echtzeit-Strategie und Ego-Shooter, das leider in die Hose gegangen ist.

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