Colin McRae - Dirt 2 (PSP)
Test
Dirt 2: Schrottreife Seifenkistenrennen
Codemasters gibt Seifenkisten eine neue Bedeutung
Den Gnadenstoß bekommt das Spiel im Karrieremodus: Der ist zwar vorhanden, aber es ist zu keiner Zeit vorhersehbar, wann man welche neuen Wagen freischaltet. Und Geld, um sie selber zu kaufen, gibt es nicht. Das gleiche gilt für Rennevents: Man muss wohl Colin McRae im Jenseits kontaktieren, um herauszufinden, was man machen muss, um die Rennen freizuschalten. Leider wird der UMD keine Kristallkugel mitgeliefert und so muss man wohl Kaffeesatz lesen oder die Blasen der Gallseife deuten.
Die sogenannten Herausforderungen sparen wir uns, sie verdienen ihren Namen nicht, denn sie machen mit den beschriebenen Beschränkungen schlicht keinen Spaß. Als Mini-Trost kann man sich im Ad-Hoc-Modus unter gleichen Spielbeschränkungen Seifenkistenrennen antun - zumindest da gibt es so etwas wie Spannung. Und vielleicht kann man ja lernen, auf Seife zu fahren? Das wäre zumindest formal eine Herausforderung!
Fazit
von Daniel Frick
Der namensgebende schottische Rallyefahrer Colin McRae kam vor zwei Jahren bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben. Nun wurde von Codemasters die PSP-Umsetzung von "Dirt 2" zu Grabe getragen. Für mich bleiben so auch an der tollen Serie mit ihren hervorragenden Spielen etliche Kratzer zurück: Auch, wenn es "nur" die PSP-Version ist, höre ich den Rallye-Helden trotzdem im Grabe rotieren.
Finger weg von diesem Machwerk! Steckt die 40 Euro in eure Spardose für eine PS3, spendet sie dem Seifenkistenverband Baden-Württemberg, um das Image wieder aufzupolieren, oder kauft euch gleich eines der zahlreichen, besseren PSP-Rennspiele wie das eben erschienene Motor Storm Arctic Edge oder Sega Rally.
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