Test The Westerner

von Philipp Frick (12. Juni 2004)

Das klassische Adventure-Game ist tot, hieß es noch vor kurzer Zeit. Und in der Tat scheint es, als seien die Zeiten von charmanten Helden und vertrackten Rätseln vorbei. Nur selten erscheint ein Programm auf dem Markt, dass mehr bietet, als flache Geschichten und banale Geschicklichkeitseinlagen. Doch Hoffnung ist in Sicht: "The Westerner" könnte der neue Genrekönig werden.

Schöne WesternlandschaftSchöne Westernlandschaft

John Wayne für Arme oder Guybrush-Kopie ?

Was gehört zu einem guten Adventure? Ganz einfach: ein charismatischer Held, eine spannende Geschichte, gute Gags und logische, aber dennoch fordernde Rätsel, und das alles wenn möglich in einer zeitgemäßen Präsentation. Keine ganz leichte Aufgabe, mag man meinen. Und eines vorweg: Auch "The Westerner" schafft es nicht, all diese Vorraussetzungen zur vollsten Zufriedenheit des anspruchsvollen Adventure-Spielers zu erfüllen. Fangen wir mit dem Helden an: Fenimore Fillmore, ein junger Cowboy, ist eher ein John Wayne für Arme. Er wirkt eher noch wie ein Milchbübchen als ein harter Cowboy. Dennoch hat dieser Hauptdarsteller den Charme, den man sich von einer Hauptfigur eines Adventures erhofft. Etwas tollpatschig, irgendwie harmlos, und trotzdem muss man ihn einfach gerne haben. Wer die "Monkey Island"-Spiele kennt, wird sich unweigerlich an deren Held Guybrush Threapwood erinnert fühlen, und das zurecht: allzu offensichtlich haben sich die Entwickler dort bedient.

Unser Held und der Farmer BanisterUnser Held und der Farmer Banister

In den Sonnenuntergang

Die Geschichte fängt harmlos an: Nichts Böses denkend durch die Nacht reitend, überrascht Fenimore drei Bösewichte, die im Auftrag des Oberfieslings Starek den Bauern Banister dazu zwingen wollen, sein Land zu verkaufen. Selbstverständlich, dass Fenimore diesem Treiben durch seine Revolverkünste Einhalt gebietet. Und da er sich nun auf die Seite des Farmers gestellt hat, ist die Aufgabe klar: Den bösen Buben den Garaus machen und dann in den Sonnenuntergang zu reiten. Wenn möglich mit seiner Angebeteten, die blöderweise auch noch die Tochter von Starek ist. Wie sieht es mit den guten Gags aus? Die halten sich in Grenzen. Zwar sorgt oft Fenimores tollpatschige Art für Schmunzeln, aber neben derartigem Slapstick-Humor hat "The Westerner" nicht viel mehr zu bieten. Immerhin werden sämtliche Western-Klischees aufs Korn genommen. Und auch das Ambiente wurde perfekt eingefangen. Allein der Vorspann ist schon filmreif.

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