Test
Majesty 2: Stoßtrupp Gold
Wenn sie von allein nicht wollen, müsst ihr sie locken. In dieser Fantasy-Strategie kämpfen eure Helden nur nach Bezahlung - Ruhm und Ehre sind zweitrangig. Von Philip Ulc
Das kenn ich doch
Gebäude errichten, Helden ausbilden und auf Feinde hetzen - so in etwa funktioniert die klassische Echtzeit-Strategie. In Majesty 2 reagieren eure Krieger und Magier schulterzuckend auf solch profane Befehle. Ohne eine saftige Bezahlung wird kein Finger krumm gemacht, da müsst ihr als König schon die Geldbörse weit öffnen. "Indirekte Steuerung" nennt Entwickler Ino-Co das. Wem dies bekannt vorkommt, war bereits anno 2000 Anhänger des Strategiegenres, als das erste "Majesty" vom mittlerweile nicht mehr existenten Micropose erschien und schon damals fesselte.
Alles hat seinen Preis
Schon das fantasievolle Mittelalter hatte seinen Preis. Wölfe, Minotauren und Untote machen das Königreich unsicher. In 16 Missionen räumt ihr auf mit diesen übellaunigen Gesellen - mit besagter indirekter Steuerung. Das geht so: Ein Drache zerstört beispielsweise eure Handelswagen. Setzt daher das Angriffssymbol auf die Flugechse und legt das Kopfgeld fest. 1.500 Goldstücke sollten reichen. In Gildenhäusern ausgebildete Helden ziehen daraufhin auf eigene Faust los, um die Prämie zu kassieren.
Ähnlich funktioniert das Erkunden der Karte und das Verteidigen bestimmter Gebäude oder Einheiten. Ob und wie viele Recken aufbrechen, hängt von der Höhe des Kopfgeldes ab. Ihr wählt also bloß die Ziele aus und beobachtet den Ausgang - fast, denn Leerlauf und Langeweile kommen selten auf.
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