Test

Assassins Creed

Jerusalem zu Zeiten des dritten Kreuzzuges ist für ein Videospiel ein wahrlich ungewöhnliches Setting, doch Ubisofts neues Stealth-Action-Game "Assassin's Creed" hat noch weitaus mehr innovative Elemente zu bieten als ein ebenso unverbrauchtes wie interessantes Szenario. Reist mit uns ins Jahr 1191 nach Christus und erlebt hautnah den Arbeitsalltag eines gefürchteten Assassinen. Von Jan Höllger

19. Nov 2007

Wo ist Orlando Bloom?

Ein sauberer Mord ist ein guter Mord.

Die Story von "Assassin's Creed" (im Folgenden kurz "AC") ist zweigeteilt, zum einen wird die Geschichte des jungen Desmond Miles erzählt, der in einem hochmodernen Labor eingesperrt wird und als Testsubjekt Zeitreisen in die Vergangenheit unternehmen muss. Diese Zeitreisen gehen zurück ins alte Jerusalem, eben zu Zeiten der Kreuzzüge (also ein ähnliches Szenario wie im Kinofilm "Königreich der Himmel"). Der Kreis der Storys schließt sich dahingehend, dass Desmond ein Nachfahre eines Assassinen ist und nur er daher ein Geheimnis aufdecken kann, das die skrupellosen Wissenschaftler interessiert. Folglich schlüpft Desmond in der Vergangenheit angekommen in die Rolle seines Vorfahren Altair und erlebt in dessen Haut spannende Abenteuer.

Sicher in der Menge

Herrlicher Ausblick auf das alte Damaskus.

Der Mix aus hochmodernen Technologien einerseits und der geschichtliche Touch andererseits machen "AC" allein schon zu etwas Besonderem. Als Assassine dürft ihr beispielsweise nicht zu viele Fehler machen, sonst ist die Geschichte nicht mehr synchron und es droht das Game Over. Das kann etwa der Fall sein, wenn ihr bei einem Mord entdeckt werdet und euch die Templer und Wachen verfolgen. Nur wenn ihr es schafft, die Verfolger abzuhängen und für einige Sekunden unterzutauchen, synchronisiert sich die Spielwelt wieder und ihr dürft wieder unbehelligt durch die belebten Straßen laufen. Das Untertauchen in der Menge ist sowieso die beste Möglichkeiten, einen Auftrag effizient auszuführen. Sollt ihr etwa einen zwielichtigen Kaufmann bestehlen oder einen Templer ermorden, pirscht ihr euch als Kuttenträger in die Nähe der Zielperson und schlagt ohne Vorwarnung zu. Bevor der Feind merkt, was Sache ist und die Menge hysterisch nach den Wachen schreit, seid ihr schon längst wieder untergetaucht.

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