Vorschau Assassin's Creed 2 - Seite 2

Unterwegs mit Langfingern: Diebe können nicht nur Gegner ablenken; sie können auch klettern.Unterwegs mit Langfingern: Diebe können nicht nur Gegner ablenken; sie können auch klettern.

Spaß am Schubsen

In einer anderen Mission wiederum sollen wir einen klassischen Auftragsmord begehen. Doch bevor wir uns dem Zielobjekt überhaupt nähern können, müssen wir irgendwie die Bogenschützen loswerden, die der paranoide Kerl auf den umliegenden Dächern postiert hat. Was die Sache nicht einfacher macht: In den Straßen patrouillieren Wachen und unser Gesicht prangt von jedem Plakat bis Feuerland-Mitte. Also der Reihe nach: Erstmal müssen die Wachen weg. Aber wie? Eine Möglichkeit: einfach umhauen die Kerle. Effektiv, aber gefährlich und so elegant wie ein Presslufthammer. Besser: eine von drei Fraktionen im Spiel anheuern. Kostet zwar eine Kleinigkeit, aber wir haben keine Arbeit mehr. Die Diebe beklauen kurzerhand die Wachen, die Konkurbinen lassen ihren Charme - und noch ein bisschen mehr - spielen und die Söldner vertrimmen das Schließpersonal. Egal wie, der Weg ist frei.

Na ja, fast. Da sind immer noch die Bogenschützen. Lästig, die Kerle. Also vorsichtig aufs Dach klettern, von hinten anschleichen und ... runterschubsen. Okay, die Assassinen-Klinge hätte den Job auch erledigt, aber Schubsen macht mehr Spaß. Nach und nach haben alle Bogenschützen einen akuten Anfall von Schwerkraft und wir freie Bahn zum Zielobjekt. So macht das Attentäter-Leben Laune.

Atemberaubend: Das virtuelle Florenz wurde hervorragend in Szene gesetzt. Atmosphäre pur.Atemberaubend: Das virtuelle Florenz wurde hervorragend in Szene gesetzt. Atmosphäre pur.

Wo ist der Heuwagen?

Auch im weiteren Spielverlauf spüren wir, dass die Entwickler die Schwächen des ersten Teils erkannt haben und aktiv gegensteuern. So erhalten wir ab einem gewissen Punkt unsere eigene Villa. Wobei ... Villa trifft's nicht so richtig. Jedenfalls nicht zu Beginn. Dunkles Loch wäre passender. Aber mit genug Klimpergeld dürfen wir daraus einen lauschigen kleinen Palast bauen. Klar: Notwendig für den Plot ist das nicht. Aber es zieht uns tiefer in die Spielwelt, gibt uns eine zusätzliche Motivation, baut Atmosphäre auf. Es sind Details wie dieses, die uns zeigen, dass sich die Assassin's Creed-Welt weiterentwickelt, dass Ubisoft aus dem stellenweise langweiligen "Gehe nach A und töte B"-Schema des Vorgängers die richtigen Lehren gezogen hat.

Apropos Details: Das virtuelle Florenz ist brillant in Szene gesetzt. Wenn wir zwei Stunden nach dem Spielen bei einer Stadtführung vor dem echten Dom stehen und uns denken, wow, von da haben wir doch gerade noch einen Sprung des Glaubens gemacht, und uns unwillkürlich nach einem bereitstehenden Heuwagen umsehen, dann wissen wir, dass die Inszenierung stimmt. Einziger Wehrmutstropfen: Gerade in den Zwischensequenzen sehen die Gesichter der Figuren durch die Bank weg künstlich aus - und wir fragen uns insgeheim, welcher Schmied denen eigentlich die Zähne gerichtet hat. Aber ganz ehrlich, das ist Erbsenzählen und wird spätestens durch die geschmeidigen Animationen mehr als wett gemacht.

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