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Brütal Legend: Bereit machen für brütalen Heavy Metal!

Ihr klampft bei Guitar Hero ordentlich in die Gitarrensaiten und fühlt euch wie ein Rockstar? Ihr Amateure! Brütal Legend weist euch auf eure Plätze zurück und beweist, dass ihr noch meilenweit vom richtigen Rocker entfernt seid und höchstens das Zeug zu einem Headbanger habt. Von Sandra Friedrichs

20. Okt 2009

Der Gott des Rocks

Eddie ist ein wahrer Rocker mit dem Hang, die Welt zu retten.

Alle Rock-Fans wissen es bereits: Jack Black ist einer der größten Musiker und Entertainer. Nun schlüpft er in die Rolle von Eddie Riggs, ein überaus durchtrainierter Roadie (für Unwissende: Bühnenarbeiter). Er nimmt nicht nur seine Arbeit sehr ernst, sondern auch die Musik selbst. Er lebt quasi den Heavy Metal zu einer Zeit, in denen Kommerz-Rock-Pop-Tussen-Bands die Bühnen erobern. Während Eddie bei einem Konzert bei so einer Band arbeiten muss, passiert etwas Merkwürdiges. Nachdem er den übermütigen Gitarristen vor einem freien Fall bewahrt hat, wird er selbst von einem Holzpfahl erschlagen. Dabei tropft sein Blut auf seine Gürtelschnalle und plötzlich erwacht ein riesiges Tier zum Leben. Diese Feuerbestie, Ormagöden, reißt Eddie in eine andere Welt.

Dort herrscht das Böse, was unser Rocker natürlich zu beenden versucht. Dabei stoßt ihr auf viele skurrile und bizarre Gegner sowie eine abgefahrene Heavy-Metal-Lebensphilosophie. Ganz nebenbei lernt Eddie noch eine charmante Lady kennen, der er gerne ein paar Liebeslektionen beibringen möchte. Nicht umsonst gibt es das "French Kiss Instructor"-Achievement!

Sanfte Brütalität?

Natürlich kommt unser Held nur auf jugendfreie Ideen.

Ihr fragt euch vielleicht, warum das Spiel ab 18 ist. Kann in einem Comic-Spiel überhaupt etwas derart blutiges oder brutales gezeigt werden? Oh ja, es ist kurz und knapp brütal! Bei Kämpfen fliegen die Körperteile umher, in Zeitlupensequenzen könnt ihr beobachten, wie Eddie seine Gegner entzweit. So viel Brütalität ist nichts für euch? Für zart besaitete Geschöpfe (bzw. Popschnulzenhörer) gibt es zu Spielbeginn extra die Frage, ob die brütalen Szenen gezeigt werden sollen. Wenn ihr dem Blut nichts abgewinnen könnt, das in den Kämpfen umher spritzt, nimmt ihr natürlich die zensierte Version. Die brütalen Szenen werden dann einfach mit einem Aufkleber abgedeckt und alle Luschen dort draußen können wieder in Ruhe schlafen.

Luschen ist ein Schimpfwort und sollte in einem Artikel nie geschrieben werden? Ihr wollt also keine vulgären Wörter hören? Dann wählt am besten auch gleich bei der entsprechenden Frage die Antwort aus, dass ganz schlimme Wörter wie "Arsch" und "Wichser" mit einem Piepton übertönt werden. So habt ihr Warmduscher dann nicht das Problem, ein vulgäres Spiel eurer lieben Mama zu erklären, wenn sie plötzlich in euer Zimmer auftaucht und schockiert auf den Fernseher deutet. Ja, für solche Mamasöhnchen sind diese Optionen wohl gedacht - obwohl wir zugeben müssen, dass wir unser Lachen bei den ständigen Pieptönen und Warnaufklebern nicht unterdrücken konnten.

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