Test Forza Motorsport 3 - Seite 3

Wer wünscht sich nicht einen solchen Arbeitsplatz?Wer wünscht sich nicht einen solchen Arbeitsplatz?

Freude am Fahren

Die größte Stärke von Forza Motorsport war schon immer die faszinierende Fahrphysik. Umso erstaunlicher, dass Forza 3 tatsächlich nochmal eine Schippe drauflegt. Die Physik kommt einen Tick direkter daher und wirkt nicht ganz so träge wie im Vorgänger. Dabei bleibt sie trotzdem geschmeidig - in kaum einem anderen Rennspiel werden Gamepad-Bewegungen so glaubwürdig und intuitiv in eine Fahrzeugsteuerung umgewandelt. Wenn wir von der Ideallinie abkommen, wissen wir sofort, ob es ein zu später Bremspunkt oder ein zu heftiger Gas-Stoß war: Hier stimmt einfach der alte kosmische Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung.

Mit Lenkrad-Controller wird das Erlebnis übrigens noch realistischer, sogar das Schalten per Kupplung ist möglich. Wenn die Tachonadel durch die Drehzahlen jagt, macht das dank der deutlich knackigeren Motor-Sounds auch richtig Laune. Eine Cockpit-Perspektive existiert nun auch, die ist allerdings lange nicht so gut gelungen wie bei NFS Shift . Die Hände unseres Fahrers bleiben nämlich immer am Lenkrad - Schalten funktioniert hier wohl per Gedankenübertragung. Außerdem hätten wir uns gewünscht, die Kameraposition wie in der Race-Reihe verstellen zu können.

Die neuen Austragungsorte bieten schöne Schikanen und 1A Postkarten-Optik.Die neuen Austragungsorte bieten schöne Schikanen und 1A Postkarten-Optik.

Auf und Ab in der Grafikpracht

Zwar gibt es immer noch keine Wettereffekte, wohl aber Hochs und Tiefs - und zwar in der Grafikqualität. Absolut atemberaubend sind die Automodelle in Hauptmenü und Fotomodus, selbst kleine Schrauben und Luftgitter sind in 3D modelliert. In den Rennen ist der Detailgrad allerdings heruntergeschraubt, was an der magischen Zahl "60" liegt. So viele Bilder gibt's nämlich pro Sekunde, um flüssiges Spielen zu ermöglichen und ein realistisches Geschwindigkeitsgefühl zu vermitteln. Enttäuscht sind wir hingegen von manchen Ungereimtheiten an den Autos: Warum fährt beim Porsche Boxster der Heckspoiler nicht aus und warum ist der VW Scirocco ein Rechtslenker? Das sind natürlich nur Details, doch das Spiel richtet sich an Autoliebhaber und die achten bekanntlich auf so etwas - wie wir auch.

Franzige Schattenränder und Treppchenbildungen an Kanten stören nur selten die brilliante Optik. Die ist mit ihrem starken Kontrast fast schon zu brilliant und daher nicht unbedingt fotorealistisch. Die Entwickler wollten vielmehr den Look eines Hochglanz-Werbeprospekts erzielen und das hat definitiv hingehauen. Die neuen Fantasie-Strecken bieten beeindruckende Landschaftskulissen, während die altbekannten Rennstrecken kaum von Forza 2 zu unterscheiden sind und mehr Details vertragen könnten. Da haben die beiden Codemasters-Spiele (Grid und Dirt 2) inzwischen ganz andere Standards gesetzt.

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