Test

Was ist Was - Abenteuer Erde: Wissen spielerisch lernen

20. Okt 2009

Neue Mini-Spiele

Im Ankleidezimmer dürft ihr neu erworbene Kleider anziehen.

Am Zielort angekommen, merken wir schnell: Der grundlegende Spielablauf wurde beibehalten, aber aufgelockert. Während beim Vorgänger noch jeder Abschnitt nach Schema F gestaltet war, spielt sich Was ist Was - Abenteuer Erde abwechslungsreicher. Dazu tragen auch die neuen Mini-Spiele bei, die durchweg gelungen sind, sich aber leider einen Tick zu oft wiederholen.

So müsst ihr etwa mit einer Steinschleuder vorbeisausende Symbole abschießen oder beim Flaggenspiel den einzelnen Landesfahnen die richtigen Farben zuordnen. Das Symbolspiel wiederum trainiert das Gedächtnis, indem es euch für kurze Zeit eine Reihe von Symbolen präsentiert, die erst verschwinden und dann wieder auftauchen - und zwar mit einem zusätzlichen Symbol, das ihr finden und antippen müsst. Sämtliche Mini-Spiele sind altersgerecht gestaltet und spielen sich locker und flott, ohne die junge Zielgruppe zu überfordern.

Masterfrage

Die neuen Speicherpunkte an jedem Reiseziel sind praktisch.

Abgeschlossen wird jedes Reiseziel mit der Masterfrage. Beantwortet ihr die richtig, erhaltet ihr eine Belohnung. Aber keine Angst, das blaue Fragezeichen Theo - bekannt aus der Was-ist-Was-Rätselbuchreihe - steht euch als Helfer zur Verfügung. Im Gegensatz zum Vorgänger hat Theo diesmal nicht nur einen Tipp pro Reiseziel parat, sondern gleich drei.

Um ihm die zu entlocken, müsst ihr kleine blaue Bälle suchen und einsammeln. Für jeweils fünf Bälle lässt Theo einen Tipp springen, und wer alle 225 Bälle im Spiel sammelt, bekommt noch eine Belohnung obendrauf. Nichts zu mäkeln gibt es an der Steuerung. Sowohl der kleine Held als auch die Mini-Spiele steuern sich flott von der Hand - beziehungsweise vom Stylus. An der Grafik hat sich im Vergleich zum Vorgänger nahezu nichts getan.

Fazit

von Gerd Schüle

Getreu dem Motto "Evolution statt Revolution" wurde das erfolgreiche erste Was-ist-Was-Spiel hervorragend weiterentwickelt. Die Änderungen sind - ähnlich wie beim zweiten Professor-Layton-Titel - zwar nicht gravierend, aber sinnvoll und hilfreich. Das gilt ganz besonders für die zusätzlichen Speicherpunkte an den Reisezielen. Aber auch die kleinen Gameplay-Änderungen und die neuen Mini-Spiele haben mir sehr gut gefallen.

Das Wichtigste allerdings wurde erfreulicherweise unverändert übernommen: Die spielerische und kindgerechte Aufbereitung von Wissen anhand der vielen Fragerunden. Lernen und Spaßhaben eben. Trotzdem fällt mir die Bewertung nicht ganz leicht. Hardcore-Zocker werden natürlich komplett unterfordert. Aber für die eigentliche Zielgruppe passt Was ist Was - Abenteuer Erde wie die Faust aufs Auge: sowohl spielerisch als auch inhaltlich. Und genau diese Zielgruppe habe ich bei meiner Wertung im Auge.

spieletipps meint: Lernen als Abenteuer, bei dem ihr Fundiertes Wissen spielerisch lernt, dieses ehrgeizige Ziel wurde auch bei der zweiten Ausgabe des Spiels gekonnt umgesetzt.
83

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