Test City Bus: Einsatz in Manhattan

von Jan Höllger (27. Oktober 2009)

New York habt ihr ja schon auf verschiedenste Art und Weise virtuell erkunden dürfen, sei es per Pedes, Auto, Metro, Flugzeug oder Taxi. Der "City Bus Simulator 2010 - Vol. 1 New York" eröffnet euch nun eine neue Alternative.

Stau auf der 42. Straße, zum Glück gibt es eine Busspur.Stau auf der 42. Straße, zum Glück gibt es eine Busspur.

New York ist klein

Wie im Konkurrenzprodukt Bus-Simulator 2009 setzt ihr euch im "City Bus Simulator" hinter das Steuer eines schicken Linienbusses und macht im Neuling einige der bekanntesten Ecken von Manhattan unsicher. Allerdings ist die Spielwelt recht überschaubar, im Grunde dürft ihr lediglich die 42. Straße (peinlicherweise im beiliegenden Plan als 43. benannt) von Osten nach Westen abfahren. Nur an den jeweiligen Endpunkten sowie auf Höhe des kreuzenden Broadways stehen euch ein paar zusätzliche Wege offen, letztlich ist uns das aber zu wenig: Nach zwei bis drei Fahrten wünschten wir uns sehnlichst Abwechslung.

Der Bus sieht schick aus, der Rest der Grafik nicht.Der Bus sieht schick aus, der Rest der Grafik nicht.

Die Zeit steht scheinbar still

Ein Blick in Google Earth und dessen schicker Street View zeigt immerhin, dass die Spielwelt recht glaubhaft nachgebaut wurde, auch wenn die Technik nicht zeitgemäß ist. Triste Texturtapeten kleben an den Häuserwänden und lassen die Musicalglitzerwelt am Broadway erschreckend langweilig erscheinen. Zudem ist auf den Straßen trotz höchster Verkehrseinstellung eher wenig los und die Passanten sind mit keinerlei Animation ausgestattet und stehen deshalb blöd in der Gegend herum, was viel Atmosphäre kostet. Gegenüber der fiktiven Stadt aus dem Bus Simluator macht Manhattan aber trotzdem mehr her.

Dieses Video zu Bus Simulator Vol.1 - New York schon gesehen?

Richtig gut hat uns das Fahrverhalten der Busse gefallen. Anders als bei Astragons Simpel-Simulation fühlt sich der Bus wirklich wie ein schweres Fahrzeug auf der Straße an, es macht einfach Spaß, Haltestellen anzufahren, Türen zu öffnen oder am Ende der Route zu drehen. Einzig das Verhalten bei Unfällen mit Strommasten oder Autos ist lächerlich. Nachteile habt ihr durch Unfälle ohnehin keine, ein Schadenssystem gibt es ebenso wenig wie eine Bestrafung bei der Abschlussbewertung. Auch das Überfahren roter Ampeln bringt euch bis auf gelegentliche wirkungslose Strafzettel nichts ein. Aus Sicht von Simulationsfanatikern ist das freilich enttäuschend, Anfänger freuen sich über schnelle Erfolgserlebnisse.

Weiter mit: Test Bus Simulator Vol.1 - New York - Seite 2

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