Test
Bakugan Battle Brawlers (Wii)
Artikel veröffentlicht am 03.11.2009
Pokémon. Yu-Gi-Oh. Beyblade. Über die Qualität dieser Serien und der dazugehörigen Spiele kann man streiten, aber ihren Zweck erfüllen sie: Sie verkaufen sich. Mit "Bakugan" ist ein weiterer Titel zu einer entsprechenden Serie herausgekommen. Bringt es uns noch mehr Kommerz - oder vielleicht doch richtigen Spielspaß?
So originell wie Butterbrot
Neues, Überraschendes oder gar Bahnbrechendes liefert die Story von "Bakugan" nun wirklich nicht. Mehrere Freunde treten mit Monstern gegeneinander und gegen Fieslinge an, entdecken ihre eigene Stärke und besiegen immer mächtigere Gegner. Es ist nicht so, als ob wir das mit Spielen wie Yu-Gi-Oh, Pokemon oder Dinosaur King schon gehabt hätten, aber Originalität muss ein gutes Spiel nicht zwangsläufig haben.
Dennoch solltet ihr euch bei Bakugan nicht auf Überraschungen gefasst machen, jedenfalls nicht was die Story angeht. Die lässt sich, wenn man die eingangs erwähnten Animes kennt, schon nach wenigen Sekunden präzise vorhersagen und vermag somit nicht wirklich zu fesseln. Wer diese Animes jedoch nicht kennt und nichts gegen Überzeichnungen hat, den dürfte die Story vielleicht doch unterhalten.
Boule meets Yu-Gi-Oh
Das Spielprinzip ist schnell erklärt: Auf einem Feld liegen mehrere sogenannte Torkarten, die verschiedene Effekte haben. Die Spieler werfen der Reihe nach sogenannte "Bakugans" auf diese Torkarten, um sie zu erobern. Stehen zwei Bakugans auf einem Feld, kommt es zum Kampf, wobei das Bakugan mit der höhreren G-Power (einem Kampfwert) gewinnt. Stehen zwei Bakugans desselben Spielers auf einer Torkarte, kann er sie sofort nehmen oder seine Bakugans umverteilen. Wer zuerst drei Torkarten hat, gewinnt.
Es gibt noch ein paar weitere Regeln, aber die erschließen sich beim Spielen ganz von selbst. Für ein derartig simpeles Regelwerk macht das Spielen von "Bakugan" überraschend Spaß - vor allem, wenn man die Serie kennt.
Bakugaaaan!
Die Sprachausgabe des Spiels ist (wenn man die entsprechende Sprachoption wählt) vollkommen in Deutsch gehalten. Generell ist das wohl positiv zu sehen, nur hätten manche Sprecher ihre Arbeit hier eindeutig besser machen können. Auch die geschriebenen Übersetzungen in den Textboxen hinken manchmal etwas hinterher, sodass hier großer Nachholbedarf besteht. Die englische Übersetzung ist hingegen tadellos, wieso das mit der deutschen nicht so ist, bleibt uns ein Rätsel. Verstehen lässt sich aber dennoch alles und höchstens die etwas maue Sprecherleistung kann einem hier die Laune vermiesen.
Cel-Shading
Neu ist die Technik des sogenannten Cel-Shading, bekannt aus The Legend of Zelda - The Wind Waker nun wirklich nicht, hübsch wirkt sie aber immer noch. Bakugan nutzt sie, um die Grafik des Animes angemessen zu übertragen und sogar euren selbst erstellten Charakter hübsch in Szene zu setzen. Auch die Arenen sehen fabelhaft aus, sodass in dieser Richtung nichts zu beanstanden ist. Bei den Angriffen der Bakugans hätte vielleicht etwas mehr Variation drin sein können, aber sie sehen schick aus und das ist die Hauptsache.
von Henrik Haumann, 03.11.2009, 22:47 Uhr
Eigene Meinung:
Ich muss zugeben, dass mir "Bakugan" einen ziemlichen Spaß gemacht hat. Ich kenne zwar die Serie nicht und werde sie mir auch nicht antun, aber hier geht es um das Spiel. Und das ist auch ohne Serienkenntnisse der Serie recht unterhaltsam und sorgt für einige schöne Stunden, ist den Kaufpreis an sich aber kaum wert. Wer aber Fan von "Bakugan" ist oder jemanden kennt, der total auf die Serie abfährt, der wird sich mit dem Spiel königlich unterhalten und kann auf meine Wertung satte 15 Punkte draufpacken.
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