Browserspiele: Reise mit der spieletipps-Zeitmaschine - Seite 2

(Special)

Die ersten Dauerbrenner

Nach dem beachtlichen Erfolg der ersten Browsergames sprossen fast täglich neue Projekte aus dem virtuellen Boden. Überwiegend laienhaft programmiert, mit langweiligen und eintönigen Ideen, dazu noch schlecht vermarktet, konnten nur die wenigsten Browserspiele der zweiten Generation eine größere Gemeinschaft an sich binden. Bedauerlicherweise klebt dieses veraltete Image nach wie vor an der Szene wie eingetretenes Kaugummi.

Doch einige wenige Spiele brachten mit neuen Ideen und innovativem Spielprinzip Frischluft in die Welt der browserbasierten Online-Spiele und sicherten sich frühzeitig einen Platz in den Analen der Internet-Geschichte. Die Weiterentwicklung der meist öden text- und zahlenlastigen Games hin zu wahren Dauerbrennern fand zu einem Großteil in Deutschland statt. Strategie-Browsergames wie Die Stämme und OGame prägen seit Anfang des Jahrzehnts die Szene.

Wir verdienen pro User zwei- bis dreimal mehr als Blizzard pro WoW-Spieler.

Wo viele Nutzer, da viel Taschengeld, dachte sich so mancher Anbieter und kaum hatte man sich versehen, gab es erst schleichend, dann fast überall präsent die so genannten optionalen Premium Accounts beziehungsweise Premium Items. Vorreiter in diesem Bereich sind klar die großen Browsergame-Publisher Bigpoint und Gameforge, die mit dem dadurch entstandenen Kapital nicht nur ihre Miete, sondern auch haufenweise neue Spiele finanzieren konnten.

Landeanflug auf die Gegenwart

Mit dem Einstieg kommerzieller Kräfte hat sich der Browsergame-Markt explosionsartig weiterentwickelt. Noch vor wenigen Jahren waren browserbasierte Online-Spiele eine absolute Nische in den Weiten des Internets. Mit mehr Kapital und neuen Web-Technologien stehen den Spieleschmieden heute ganz neue Möglichkeiten offen. Die großen Publisher verzeichnen Millionengewinne, die sich durchaus mit denen von Vollpreistiteln vergleichen lassen. So ließ Heiko Hubertz, Geschäftsführer und Gründer der Bigpoint GmbH, in einem Interview mit golem.de verlauten "Wir verdienen pro User zwei- bis dreimal mehr als Blizzard mit denen von World of Warcraft."

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