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Sim Animals - Afrika (Wii)
Artikel veröffentlicht am 06.11.2009
Während im echten Afrika Löwen und Zebras nicht gerade die dicksten Freunde sind, leben sie in "Sim Animals Africa" harmonisch nebeneinander.
Der Lebensbaum und seine Kräfte
Eine sagenumwobene Geschichte spinnt sich um die Steppen Afrikas, die schon bessere Zeiten gesehen haben: Vor langer Zeit brach ein Händler Zweige vom Lebensbaum und pflanzte damit wundersame Pflanzen, die einzigartige Fruchtbarkeit hervorbrachten. Mensch und Tier kommunizierten durch Totempfähle miteinander und lebten in Frieden zusammen. Dieser Segen ist nun schon lange vergangen, doch die Hoffnung nicht verloren. Es liegt nun an euch, gute Energie zu sammeln um das Land wieder zum Blühen zu bringen.
So dürr, wie die Fabel erwarten lässt, präsentiert sich euch das Land in Sim Animals Africa jedoch gar nicht. In den Savannen und grünen Oasenlandschaften trefft ihr vor allem auf zahlreiche wilde Tiere unterschiedlichster Arten. Zebras leben zusammen mit Elefanten, die Löwen, Gazellen und Nilpferde tummeln sich im Nachbartal, nebenan leben Krokodile und Gorillas. Im Gegensatz zum realen Leben oder Spielen wie Zoo Tycoon erlebt ihr das ganze Tierreich brav vereint in freier Wildbahn.
Keine Angst, der beißt nicht
Voller Eifer macht ihr euch nun daran, tierische Freunde zu gewinnen. Unbekümmert streichelt und füttert ihr die sonst so wilden Tiere und gewinnt damit ihre Sympathie. Selbst die Löwen lieben eure Streicheleinheiten und werden zu euren besten Freunden. Habt ihr Freundschaften geschlossen, dürft ihr Tiere dann auch selbst steuern und ihre Eigenschaften nutzen, um gute Energie zu sammeln - will heißen Aufträge zu erfüllen, die ihr von den Totems der einzelnen Gebiete erhaltet.
Neben dem Wohlergehen der Tiere müsst ihr euch auch um die Pflanzenwelt kümmern. Als Gärtner sät ihr neue Pflanzen, die mit Blitzgeschwindigkeit aus dem Boden schießen und nach einmaligem Gießen mithilfe der Spritzfähigkeit der Elefanten zu voller Größe heranwachsen. In der reichhaltigen Tier- und Pflanzenwelt habt ihr also stets genug zu tun, wühlt zum Beispiel mit Nilpferden im Schlamm, um Wasserstellen zu finden, oder helft dem hungrigen Löwenrudel bei der Gazellenjagd - denn soooo friedlich leben die Viecher nun auch nicht zusammen...
Tierfreundschaften

Bei Löwen müsst ihr vorsichtig sein, ansonsten kann es passieren, dass sie euere besten Freunde auffressen.Nebenbei könnt ihr euch immer die Zeit nehmen, die Tiere miteinander zu verkuppeln, Freundschaften zu schließen und für Nachwuchs zu sorgen. Wenn ihr euch auf die gestellten Aufgaben konzentriert, steigert ihr rollenspielartig die Kraft eurer tierischen Freunde mit sportlichen Wettkämpfen, oder ihren Charme mit Streicheleinheiten. Dadurch können sie bestimmte Tätigkeiten effizienter ausführen.
Auch ihr selbst kassiert zur Belohnung immer wieder neue Talente, sodass ihr euch beispielsweise schneller mit einzelnen Tierarten anfreunden könnt oder es sogar selbst regnen lasst. Mit etwas Aufmerksamkeit entdeckt ihr aber auch immer wieder zusätzliche Herausforderungen, die euch Medaillen einbringen und könnt Insekten oder seltene Früchte sammeln. Entdecker und Sammelwütige kommen in jedem Fall voll auf ihre Kosten.
Einfaches, aber gutes Kinderspiel
Letztendlich werden sich vor allem Kinder in der verträumten, aber grafisch leider auch ziemlich kantig präsentierten Welt wohlfühlen. Sim Animals Africa hat mit den klassischen Sims-Spielen wenig zu tun und ist selbst mit Die Sims 2 - Haustiere nicht zu vergleichen. Ihr bewegt euch völlig frei in der afrikanischen Welt und dürft nach Belieben mit den Tieren interagieren und sie zähmen. Nach wenigen Streicheleinheiten sind sie friedlich und auch wenn ihr sie steuert, treffen erwachsene Spieler auf keinerlei Herausforderungen. Mit einfachen Menüs und Steuerbefehlen reist ihr durch die fremde Welt: Sobald ihr genügend gute Energie gesammelt habt, wir das nächste Gebiet freigeschaltet..
von Salome Schüle, 06.11.2009, 23:37 Uhr
Eigene Meinung:
Sim Animals Africa ist ein Kinderspiel, das mich für einige Zeit richtig begeistert hat. Für die kleinen Spieler bietet es vielfältige, aber doch nicht zu komplizierte Aufgaben und nebenbei genügend Möglichkeiten, die freie Welt selbst zu gestalten. Sicherlich wurde für mich das immer wieder neue Aufbauen von Freundschaften mit den Tieren, das vor allem mit einigen Streicheleinheiten immer wieder gleich abläuft, ziemlich eintönig und doch hat die sympathische friedliche Welt selbst mich eine gute Weile in ihren Bann gezogen. Die junge Generation erhält mit Sim Animals Africa ein kreatives Kinderspiel, das vielleicht einige Minispiele mehr und somit etwas mehr Abwechslung vertragen hätte. Insgesamt bietet der Afrika-Auslflug aber eine friedliche und faszinierende Welt, die Unterhaltung garantiert. Eltern können bedenkenlos zugreifen.
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