Test
Elite Squadron: Holpriges Multiplayer-Taktik-Vergnügen
Stolpernde Klon-Helden
Bei aller gelungenen Sternensaga-Stimmung gehört zu einem guten Spiel aber natürlich eine funktionierende, bestenfalls komfortable Bedienung, vor allem auf einem Handheld. Das komplexe Spielprinzip mit einer soliden Steuerung zu versehen, scheint keine leichte Aufgabe. Vielleicht ist sie deshalb auch nicht wirklich gut gelungen. Der Analogstick reagiert für einen Shooter viel zu träge, schnelles Drehen oder ähnliche Manöver gelingen häufig nicht. Hat man nicht den leichtesten der drei Schwierigkeitsgrade gewählt, ist man vor allem zu Beginn schneller tot als man "Klonkriege" sagen kann. Daran ändert leider auch die automatische Zielsuche nur bedingt etwas, weil sie wegen der agilen Gegner das Ziel häufig wieder verliert. Die feindliche KI ist übrigens selbst auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad nicht von schlechten Klon-Eltern.
Unglücklicherweise ist das in Kombination mit der teilweise trägen Steuerung eher frustrierend als motivierend. Verstärkt wird das Gestolper noch durch eine zickige Kollisionsabfrage, die einen an tausend Mauervorsprüngen und Zeltstangen hängen lässt. Könnte man an einem Abgrund ausnahmsweise mal etwas Haftung gebrauchen, erwischt man garantiert den einen von tausend Fällen, wo das nicht so ist und stürzt mit einem "Sch... Steuerung" ins Leere. Auch die Landeanflug-Manöver aus dem All zurück an die Planetenoberfläche sind aufgrund eines fehlenden "Schwebe-Modus" recht kniffelig, hier hilft aber etwas Training durchaus. Leider trifft das nicht auf die Steuerung als Ganzes zu. Schade, bei den vielversprechenden Ansätzen des Spiels!
Fazit
von Daniel Frick
Das bekannte Spielprinzip von "Battlefronts" wurde stimmungsvoll und nah an der ursprünglichen Vorlage umgesetzt. Bekannte Star-Wars-Klänge inklusive einer Sprachausgabe im Singleplayer und die offene Spielwelt mit den drei Kampfebenen vermitteln echtes Sternenkrieger-Feeling, die Grafik fällt dagegen schon deutlich auf Durchschnitt zurück. Wegen der unglücklichen Steuerung rate ich aber nur echten Star-Wars-Fans bzw. jenen, die PSP-Shooter in Jedi-Meditation beherrschen, der "Elite Squadron" beizutreten. Die dürften dann wohl auch entspannt genug sein, um mit gelegentlichen Frust-Erlebnissen gelassen umzugehen. Wer auf Multiplayer setzt, setzt auf die Stärke des Spiels und kann nochmals bis zu 5 Punkte zu unserer Wertung hinzuaddieren.
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