Test F1 2001

von Gerd Schüle (06. November 2001)

Im letzten Jahr hat der finanzstarke Publisher Electronic Arts versucht mit der Original FIA-Lizenz im Rücken die Pole Position der Formel 1-Spiele zu erobern. Trotz einem zweifachen Anlauf ist ihm das wegen spielerischer Durchschnittlichkeit des Programms bisher nicht gelungen. Nun unternimmt EA-Sports mit "F1 2001" den dritten Versuch, und wir wollten wissen, was dabei herausgekommen ist.

Am StartAm Start

Neue Lizenz

Der größte Trumpf, den "F1 2001" in die Waagschale werfen kann, ist die aktuellste FIA-Originallizenz der vor kurzem zu Ende gegangenen Saison 2001, aber gleichzeitig ist das die größte und fast einzige Neuerung des Spiels. Wie der Vorgänger und jede andere F1-Simulation bietet "F1 2001" die normalen Spielmodi von der Testfahrt über ein schnelles Rennen bis hin zur kompletten Meisterschaft und einem Mehrspielermodus per Netzwerk oder Internet. Für Anfänger gibt es wie beim Vorgänger eine Fahrschule, in der man sein fahrerisches Können verbessern kann. Befindet man sich auf der Rennstrecke, registriert man sehr schnell, dass sich fahrerisch kaum etwas verändert hat: "F1 2001" hat den gleichen arcademäßigen Fahrstil wie sein Vorgänger, der es auch Anfängern erlaubt, sehr schnell zum ersten Sieg zu kommen. Zwar fängt "F1 2001" die Atmosphäre des Formel 1-Zirkus gut ein, aber trotzdem hat das actionlastige Rennspiel recht wenig mit einer realistischen Simulation eines echten F1-Rennens zu tun.

Zu schnell in die KurveZu schnell in die Kurve

Technisch solide

Sicherlich hat "F1 2001" grafisch etwas zugelegt. Trotzdem kommt das akzeptabel aussehende Spiel bei weitem nicht an F1 Racing Championship heran, den Klassenprimus in dieser Hinsicht. Außerdem sagt schon nach kurzer Zeit das bekannte Ruckeln des Vorgängers wieder 'Guten Tag', das nur dann verschwindet, wenn man die Details deutlich herunterschraubt. Allerdings verschlechtert sich dadurch das Aussehen nochmals erheblich. Wer das nicht will, kann den Mangel nur beseitigen, indem er einen 1,5 Ghz-CPU mit entsprechender Grafikkarte in seinen Rechner einbaut Dieses Phänomen taucht auch schon bei den beiden Vorgängern auf. Im F1-Spiele-Bereich gibt es bei EA eben nichts Neues. Wenigstens der Sound des Spieles gibt keinen Anlass zur Kritik, egal ob es sich um das Motorengeräusch, die Sprachausgabe oder um die Umgebungsgeräusche handelt. Auch die Bedienung des Spiels ist recht ordentlich ausgefallen. Selbst mit der Tastatur hat man seinen Rennwagen hervorragend im Griff.

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