Die Sims 3 - Reiseabenteuer (PC)
Artikel veröffentlicht am 27.11.2009
Alle Sims-Teile wieder ... kommen zahlreiche Addons. Gerade jetzt, wo es langsam dem Winter entgegen geht, sehnt sich unsereins nach Urlaubsreisen in den warmen Süden. Wenigstens bekommen die Sims passend zur kalten Jahreszeit ein Reise-Addon spendiert. Allerdings bleibt darin nicht viel Zeit zum gemütlichen Entspannen am Strand... Von Salome Schüle
Der Name ist Programm
Sommer, Sonne, Strand und mehr - klassische Schlagwörter beim Gedanken an den nächsten Sommerurlaub. Bei den Sims sehen die geplanten Urlaubsreisen jedoch etwas anders aus. Ihre Trips führen ins ferne China, heiße Ägypten oder grüne Frankreich. Seid ihr zum Beispiel in dem geheimnisvollen Bergdorf Shang Simla angekommen, erwarten euch statt entspannter Tage vielmehr spannende Abenteuer. Denn der Name Reiseabenteuer meint, was er verspricht: Im Gegensatz zu Gute Reise, dem Addon zu Sims 2, baut ihr weder Sandburgen noch geht ihr im Meer baden, sondern sucht nach Relikten und versteckten Schätzen, oder erkundet verborgene Gruften. Auch im staubigen Al Simhara sowie dem idyllischen Champs les Sims erwartet euch Abenteuer pur. Rein äußerlich sind die drei Schauplätze sehr unterschiedlich und authentisch gestaltet, rein praktisch im Grunde jedoch alle gleich aufgebaut.
In den Wüsten Ägyptens dürft ihr euch nicht mit einem entspannenden Bad im einladenden Mittelmeer entspannen: In den Pyramiden der längst verstorbenen Pharaonen warten Schätze auf euch - und Mumien....
Modernes Reisebüro
Via Handy oder PC bucht ihr eure Reise und wählt dabei Ziel und Dauer. Zwischen drei und zwölf Tagen bringt euch das gelbe Taxi in weite Ferne. Sofern ihr dort kein eigenes Ferienhaus besitzt, kommt ihr im Basiscamp unter, das zum Teil an ein Studentenwohnheim erinnert und für alle grundlegenden Bedürfnisse eurer Sims sorgt. Außerdem findet ihr hier ein Schwarzes Brett, auf dem allerhand Abenteuer vorgestellt werden. Die führen euch zumeist zu irgendwelchen Sims am Urlaubsort, die euch damit beauftragen, bestimmte Gegenstände herbeizubringen oder, viel lohnenswerter, in diversen unterirdischen Gruften nach Schätzen zu suchen.
Sammelfieber
Relikte, Metalle und kleine Ausgrabungsstellen findet ihr auf der ganzen, wie aus Sims 3 gewohnt, frei zugänglichen Karte überall verstreut. Der passionierte Sammler hat also allerhand zu entdecken. Steigt ihr über Treppen in die Gruften hinab, findet ihr dort viele verschlossene Türen vor. Zum Teil öffnet ihr sie mit bestimmten Schlüsseln, die ihr erhalten oder in Schatztruhen gefunden habt, ein anderes Mal tretet ihr auf Schalter am Boden oder schiebt Statuen darauf. Ab und an stoßt ihr auf Brunnen, in die ihr tauchen dürft, oder Fallen wie Feuersäulen, die ihr beispielsweise im durchnässten Zustand gut übersteht.
Klingt beinahe nach einem Adventure à la Lara Croft. Das Ganze bleibt jedoch ganz im Sims-Stil, indem ihr Wände anklickt, um sie zu untersuchen, oder euren Sim per Pop-up-Menü in den Brunnen springen lasst und dann zuseht, wie er verschwindet und mit zahlreichen kleinen Textmeldungen seine vielfältigen Funde verkündet. Allerdings setzt auch schnell ein Wiederholungseffekt ein, da ihr in den zahlreichen Gruften immer wieder auf die gleichen Elemente trefft.
Dunkle Keller und Gruften unter der nebligen Gebirgsstadt Chinas helfen bei der Erweiterung eurer Reliktsammlung.
Aus längst vergangenen Zeiten
Vor allem in den unterirdischen Gewölben findet ihr Schätze aller Art: Relikte wie Vasen oder Statuen, die ihr eurer Sammlung beifügen könnt. Schlüssel, die Zugang zu verschlossenen Türen gewähren. Antike Münzen, die auf dem Markt sehr nützlich sind. Neben bekannten Einkaufsläden und dem Krämerladen, in dem ihr euer Abenteurer-Equipment von der Trockennahrung bis zum Zelt erstehen könnt, findet ihr dort auch einen Händler, der mit Besonderheiten schachert. Kleine Sims-typische Belohnungen, wie "Flüssigen Mut" oder das "Zelt des Sultans" erhaltet ihr hier für eure antiken Münzen. Vorraussetzung dafür ist jedoch ein entsprechender Visum-Level.
Bürokratie
Wer ins Ausland will, braucht ein Visum, ganz klar. Zumindest wenn es in weitere Ferne geht. Bei den Sims ist das auch nicht anders. Anfangs steht ihr auf Visum-Level Null, eure Reisen sind darum auf drei Tage begrenzt, und ihr dürft keine Ferienhäuser kaufen. Durchs Meistern von Abenteuern erhaltet ihr jedoch Visumpunkte und könnt damit bis auf Visum-Level 3 steigen - aber jedes Land hat seinen eigenen Visum-Level.
Auch ansonsten weisen die einzelnen Länder trotz starker Ähnlichkeit neben der rein äußerlichen, sehr liebevollen Optik Besonderheiten auf. So könnt ihr in China die Kampfkunst erlernen oder in Frankreich die Wissenschaft der Nektarherstellung.
Im idyllischen Frankreich besucht ihr Museen, stellt Nektar her, durchwandert die grüne Natur oder widmet euch ganz den Abenteuern.
Wo sind die anderen?
Entsprechend dazu wurden neue Fähigkeiten sowie Persönlichkeitsmerkmale ins Spiel integriert. Abenteuerlustige mit dem Fotografenblick sind für Reisen wie geschaffen. Auch Lebenszeitbelohnungen wie Sorglos (ermöglicht eine schnellere Befriedigung des Spaßbedürfnisses) oder Reliktjäger sind neu. Zum entsprechenden Flair gehören außerdem Schlangenbeschwörungen, Lieder, die euch die Einheimischen beibringen können, aber auch Mumien. Diese verbergen sich in so manchem Sarkophag und bedrohen mit ihren Flüchen das Leben eures Sim. Schade ist, dass die Urlaubsorte insgesamt nach wie vor recht unbevölkert sind und selbst in Frankreich statt Paris nur eine eher idyllische Kleinstadt auf euch wartet, ansonsten kommt auch dank entsprechender Musik das Flair des entsprechenden Landes auf.
Fazit
von Salome Schüle
Sims-Addons kennen wir viele: Sinnvolle und sinnlose, langweilige und welche voller Neuerungen. Für mich ist das erste Sims-3-Addon eine durch und durch positive Überraschung. Die Entwickler schicken meine virtuelle Familie auf Entdeckertour in die unterirdischen Gewölbe auf drei verschiedenen Kontinenten. Gerade weil die Reisen mit ihrem Schwerpunkt auf den Abenteuern völlig anders ablaufen als erwartet, peppen sie den gewohnten Simsalltag gehörig auf. Mit ihren ungewöhnlichen Reisezielen packten mich die Sims wirklich neu!
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