Test Muramasa: Schlachtgemälde zum Spielen

von Christoph Münster (05. Dezember 2009)

Die meisten Spieler denken, dass ein gutes Spiel realistische Grafik, einen perfekten Mehrspielermodus, und eine innovative Steuerung braucht, dazu viel Marketing-Brimborium. Muramasa beweist euch das Gegenteil!

Im Feld müsst ihr einigen Ninjas den Garaus machen.Im Feld müsst ihr einigen Ninjas den Garaus machen.

Ihr beginnt euer Abenteuer entweder mit Momohime, einer Prinzessin, von der ein Dämon Besitz ergriffen hat. Oder mit Kisuke, einem Ninja, dem die Erinnerungen an seine Vergangenheit fehlen. Wie die Namen schon andeuten, spielt unsere Geschichte in Japan, und zwar Ende des 17. Jahrhunderts in der Gonruku-Ära. Ihr müsst den mächtigen Shogun Tokugawa an seinem Vorhaben hindern, so viele legendäre Schwerter wie möglich zu finden.

Welche Story ihr erlebt, kommt auf eure Charakterwahl am Anfang an. Leider wird euch die Geschichte nicht besonders nah ans Herz gelegt, und ihr grübelt manchmal nur: "Wie war das vorhin nochmal?". Wer allerdings immer aufmerksam die Dialoge liest und sich dabei nicht vom ausschweifenden Gerede ablenken lässt, sollte halbwegs mitbekommen, wieso er überhaupt durch die Level rennt.

Ein Spiel wie ein Gemälde?Ein Spiel wie ein Gemälde?

Wundervolle Grafik

Wer die Story nicht versteht, der wird mit einer wundervoll inszenierten Grafik entschädigt. Das gesamte Spiel ist aufgemacht wie ein japanisches Gemälde und erinnert dabei etwas an Okami. Wenn ihr mit eurem Helden durch Wälder, Städte und Gewässer sprintet, habt ihr kaum noch ein Auge für die Schwertkämpfe, um die es eigentlich geht. Kein Wunder also, wenn ihr vor lauter Detailverliebtheit auf das Blatt am Baum achtet und nicht auf eure Combo.

Ein plötzliches "Gegen-die-Wand-Laufen" ist beim Grafikbewundern auch gerne mit drin. Da Muramasa in 2D gehalten ist, kann die Grafik perfekt rüberkommen. Schade nur, dass sich einige Levelhintergründe wiederholen. Die gut gewählte Musikuntermalung macht das Japan-Flair perfekt, und allen Japan-Fans sollte spätestens bei diesem Punkt das Wasser im Munde zusammenlaufen. Und das, obwohl wir noch gar nicht die japanischen Fabelwesen genannt haben, die es in Hülle und Fülle zu bekämpfen gibt.

1 von 8

Muramasa: The Demon Blade

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