Test James Cameron's Avatar - Seite 2

Ungewöhnlich: Die Kamera ist immer links hinter euch.Ungewöhnlich: Die Kamera ist immer links hinter euch.

Blizzard lässt grüßen

Etwas planlos und ohne viel Umschweife geht es dann schon in den ersten Kampf. Die Steuerung hält sich dabei an die Genre-Standards und bereitet deshalb keine Probleme. Dafür fällt aber schon nach den ersten Feuergefechten das erste große Manko des Spiels auf: Euer Alter Ego, das ihr aus der 3rd-Person-Perspektive steuert, ist immer links von der Bildschirmmitte platziert - somit fehlt euch ein großer Teil der linken Sichtfläche. In Feuergefechten ist das natürlich besonders ärgerlich, wenn sich zum Beispiel ein Gegner von links nähert und ihr ihn erst zu spät bemerkt. Zum Glückt könnt ihr mit den Schultertasten schnelle Ausweichmanöver vollführen.

Spannend ist dann allerdings nur die erste Mission, danach geht es vor allem darum, Objekte einzusammeln, etwa Sprengsätze. Das erinnert ein wenig an World of Warcraft und nimmt schnell die Action aus dem Spiel. Nach rund einer Spielstunde müsst ihr dann eine grundlegende Entscheidung treffen. Entweder ihr kämpft weiter auf Seiten der Menschen, oder ihr helft den Na'vi ihre Welt zu verteidigen. Auch diese, eigentlich entscheidende Szene wird von dem Spiel herrlich platt präsentiert, so dass es uns schon fast gleichgültig ist, unseren Vorgesetzten zu erschießen, um fortan bei den blauen Wesen zu leben.

Die Fahrzeuge unterscheiden sich je nach Rasse.Die Fahrzeuge unterscheiden sich je nach Rasse.

Maschinenpistole oder Pfeil und Bogen?

Die Entscheidung wirkt sich natürlich weiter auf den Verlauf des Spiels und auf eure Fähigkeiten aus. Während ihr als Soldat vorwiegend auf großkalibrige Schußwaffen setzt und mit Jeeps, Helikoptern und Booten unterwegs seid, nutzt das Dschungelvolk vor allem Nahkampfwaffen wie Speere, Messer oder Stäbe. Da die aber gegen Maschinenpistolen kaum anstinken können, dürft ihr auch die Waffen der Menschen benutzen - weshalb bei uns das Gefühl aufkam, dass Avatar mit dem Naturvolk leichter zu meistern ist. Damit es im Kampf nicht zu hektisch wird, schaltet sich automatisch ein kurzer Slowmotion-Effekt ein, während ihr eure Fertigkeiten über ein übersichtliches Kreismenü auswählt.

Während der Kämpfe und beim Abschließen von Missionen sammelt ihr automatisch Erfahrungspunkte, die beim Levelaufstieg neue Fähigkeiten, Waffen und Rüstungen freischalten. Im Kampf dürft ihr jeweils vier Fähigkeiten einsetzen. So könnt ihr zum Beispiel als Na'vi einen Beschützer beschwören oder euch praktischerweise selbst heilen. Die Menschen hingegen können sich unsichtbar machen oder werden kurzzeitig stärker. Viele Fähigkeiten teilen sich die beiden Rassen aber. Dadurch kommt natürlich auch das Gefühl auf, dass sich beide Völker nicht sonderlich unterscheiden.

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