Test Saboteur - Seite 2

Bumm! Es macht Spaß, den Nazis Feuer unterm Hintern zu machen.Bumm! Es macht Spaß, den Nazis Feuer unterm Hintern zu machen.

Viva la Résistance!

Wir schließen uns also innerhalb weniger Sekunden einer Widerstandsgruppe an, die fortan für gleichermaßen Chaos und Ordnung in Paris sorgt. Das spiegelt sich sofort in den Missionen wieder. Wir können Hauptziele erledigen, die uns immer wieder bestimmte Personen geben. Daneben bietet das Open-World-Paris aber einige andere attraktive Reize. So können wir Propagandalautsprecher oder Benzinlager der Nazis zerstören, die überall in der Stadt verstreut sind. Das hat durchaus seinen Reiz, immerhin gibt es zig solcher feindlichen Stellungen, die zerstört werden können.

Allerdings bleibt das Missionsdesign traurig öde. Zerstöre dies, bringe das hier her, töte den da - wie aufregend. Da sehnen wir uns nach Abwechslung und wollen rasch ein Benzinlager zerstören und siehe da - das ist fast noch langweiliger. Auf Dauer. Zu Beginn ist es durchaus spaßig, den Deutschen so richtig einzuheizen, aber schnell lernen wir das Prinzip der Zerstörung und somit auch die Einfachheit der Missionen kennen.

Die Optik gefällt uns teilweise richtig gut. Und... oh, übrigens, ihr könnt auch den Eiffelturm besteigen.Die Optik gefällt uns teilweise richtig gut. Und... oh, übrigens, ihr könnt auch den Eiffelturm besteigen.

Technikreize reizen nicht

Authentisch wirkt das Paris im Zweiten Weltkrieg durchaus. Die Kleidung passt, die Autos stimmen, die Musik ist in Ordnung, die Gebäude wirken zeitgemäß - aber die Grafik stinkt. Da kann die Welt noch so authentisch, echt oder atmosphärisch sein, die Grafik muss das erstmal passend präsentieren. Aber wenn uns böse Pop-Ups und massig matschige Texturen entgegenspringen, dann trübt das den Spielspaß enorm.

Wirklich cool hingegen ist ein neues Feature: Wenn wir bestimmte Ziele zerstören oder Missionen erledigen, erstrahlt das Gebiet in Farbe. Vorher ist die gesamte Welt nämlich nur in schwarz-weiß zu bestaunen. Die Farbe bedeutet, dass der Widerstand in diesen Gebieten durch Seans Taten motiviert ist und energisch gegen die Nazis vorgehen wird. Es kommt schon eine Art Atmosphäre auf, wenn wir durch eine schwarz-weiße Grafik fahren, die Nazis erledigen und einen Scheinwerfer zerstören, sodass dann das warme Licht unsere befreiten Gebiete quasi in neuem Licht erstrahlen lässt. Innovativ ist es trotzdem nicht.

Matsch, es lebe der Matsch! Und die dämlichste KI seit vielen, vielen Jahren...Matsch, es lebe der Matsch! Und die dämlichste KI seit vielen, vielen Jahren...

Eine wilde Orgie

Spielerisch präsentiert sich The Saboteur von einer sehr durchwachsenen Seite. Hier vermischen sich verschiedene Genres. Wir müssen klettern, fahren, schießen und prügeln. Und all das kommt von einer derart anspruchslosen Art daher, dass wir uns durchaus verarscht vorkommen können. Wir drücken eine Taste und klettern an einer kompletten Häuserwand hoch. Das klingt genau so spannend wie beschrieben. Ein Assassin's Creed im Zweiten Weltkrieg ist das garantiert nicht. Nicht mal ein Arcade-Kletterspiel - das ist plump und beleidigt unseren ausgeprägten Spielsinn für ein wenig Herausforderung. Zudem sind die Animationen derart billig und einfach, dass gar kein erhabenes Gefühl beim Erklimmen eines Hauses aufkommt.

Aus der Schulter-Perspektive feuern wir dann unsere Waffen ab. Das ist gewohnte Shooter-Kost: Zwei Waffen können wir tragen, dazu Granaten und Sprengstoff. Hinzu kommt eine winzige Spur von Stealth-Action. Wir können per Schultertaste schleichen und uns so still und heimlich an die Deutschen ranarbeiten.

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