Colin McRae - Dirt 2 (PC)
Test
Colin McRae - Dirt 2: Dreck auf dem roten Teppich
Seit vor zweieinhalb Jahren Colin McRae Dirt erschien, ist einiges passiert: Nicht nur, dass der namensgebende schottische Rallyefahrer wenige Monate nach der Veröffentlichung des Spiels bei einem Hubschrauberunfall ums Leben kam. Es gibt jetzt auch die Fortsetzung. Nach einer absolut überzeugenden Konsolen- und einer äußerst bescheidenen Handheld-Version, gibt's jetzt endlich Dirt 2 für den PC. Steuerung besser, Grafik besser, alles besser?
Seit dem allerersten Dirt hat die Serie ihren zehnten Geburtstag gefeiert. Colin McRae Rally erschien erstmals 1998, begeisterte auch dort schon Spieler und Fachpresse und legte den Grundstein für eine der erfolgreichsten Marken von Publisher Codemasters. Doch elf Jahre nach dem ersten Teil trägt eine Spieleserie auch eine der größten Bürden, die einer erfolgreiche Spielemarke tragen kann: Ändert man zu viel am altbewährten Spielprinzip, stößt man Nostalgiker vor den Kopf, die die Serie genau wegen dieser oder jener Features lieben. Ändert man zu wenig, beschweren sich nicht nur nörgelige Spielejournalisten, sondern die andere Hälfte des Zielpublikums, dass man ruhig ein paar neue Ideen mehr hätte einbauen können. Nicht eben einfach, zumal ja der letzte Teil und direkte Vorgänger Dirt auch schon sehr viel Lob und nur wenig Kritik erfahren hat.
Colin McRae Rallye 2009
Auf den ersten Blick besticht auf dem PC die gegenüber der Konsolenversion nochmals deutlich brillantere Grafik. Ihr erinnert euch, die war auf der PS3 und der XBox 360 keineswegs schlecht. Besonders kommt diese Pracht bei Spielern zum Vorschein, die einen hochwertigen Windows7-Rechner ihr eigen nennen. Denn darauf kann man die neue Grafik-Schnittstelle DirectX-11 bestaunen. Und die hat es wirklich in sich. Detaillierte, lebendige Landschaften abseits der Piste sorgen für ein erhöhtes Unfallrisiko. Dann lieber einen festen Punkt in der Ferne fixieren, so bleibt man eher auf der Rennstrecke. Wenn man es denn schafft, sich auf einen Punkt zu konzentrieren. Denn auch die in der Ferne auftauchenden Landschaften laden eigentlich dazu ein, den Blick schweifen zu lassen und nicht zu fixieren.
Dann vielleicht lieber in der Heckperspektive den Blick auf die hoch detaillierten Fahrzeugmodelle lenken. Mist, das könnte genauso ablenken, denn das Rennfahrer-Arbeitsgerät sieht optisch ebenfalls unverschämt detailreich-appetitlich aus. Konzentriert euch lieber aufs Fahren, auch wenn euch das bei der ganzen optischen und gestalterischen Pracht zugegeben sehr, sehr schwer fallen dürfte. Licht- und Lensflare-Effekte, Schlamm auf den Scheiben, Staub am Heck - alles vom allerfeinsten! Sahnehäubchen der ganze Sache: Trotz der ganzen Opulenz sind die Hardwareanforderungen im Vergleich zum ersten Teil bescheidener ausgefallen. Auch auf einem Standard-PC sieht Dirt 2 sehr gut aus und läuft vor allem flüssig.

spieletipps meint: Mit rundum gelungener Präsentation und großer Vielfalt ist beim besten Rennspiel des Jahres für jeden was dabei. Spieletipp! Artikel lesen
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