James Cameron's Avatar (Wii)
Test
James Cameron's Avatar: Wii gewollt, aber nicht gekonnt
Wenn wir an Filmversoftungen denken, stehen uns oft die Haare zu Berge. Etliche Spiele sind, kurz gesagt, Lizenzschrott und höchstens für hartnäckige Fans tauglich. James Camerons Avatar für die Wii reiht sich in diese Reihe freudig ein. Von Sandra Friedrichs
Wieso sind die Menschen auf Pandora? Weshalb sind die Na'vi blau? Warum ist ausgerechnet Rai'uk der beste Krieger?Die Menschen sind böse, sehr böse. Die Erde ist ihnen nicht genug, jetzt stürzen sie sich auch noch auf den Planeten Pandora, um ihn mit all seinen Ressourcen auszunehmen. Mithilfe einer RDA-Truppe errichten sie Lager auf und nehmen Pandora Stück für Stück ein. Doch sie haben die Rechnung ohne die einheimischen Na'vi gemacht - genauer gesagt ohne Rai'uk, der geschickteste Krieger des Stammes. Der will nämlich Rache und holt sich von den Menschen das zurück, was sie dem Stamm genommen haben.
Euch steht noch ein Fragezeichen im Gesicht? Kein Wunder, denn ihr erfahrt weder, wieso die Menschen ausgerechnet Pandora ausnehmen, noch wie sie diesen Planeten gefunden haben oder warum die blauen Na'vi wie irdische Indianer leben und naturverbunden sind. Euch bleibt also nichts anderes übrig, als den Kinofilm zu schauen. Klar, dass das Spiel deshalb knapp zwei Wochen vor dem Kinostart erscheint.
Altair in blau
Im Gegensatz zum Next-Gen-Bruder spielt ihr in der Wii-Fassung lediglich den Krieger Rai‘uk. In Schleichangriff-Manier, die wir aus Assassin's Creed oder Dark Project kennen, versteckt ihr euch im hohen Gras oder auch in luftigen Höhen. Begegnet ihr einem Menschen, schlägt Rai'uk Alarm und ruft "Gefahr!" oder "Da ist ein Feind!" Zwar nerven euch diese einfallslosen Kommentare schnell, doch so habt ihr wenigstens die Möglichkeit, euch auf euren Angriff vorzubereiten.
Da euer blauer Krieger mit Stab und Bogen gegen die Maschinengewehre der Menschen kaum eine Chance hat, müsst ihr die Eindringlinge aus dem Hinterhalt überfallen. Dafür schleicht ihr euch an, drückt die Z-Taste und löst ein Quick-Time-Event aus. Das läuft ziemlich unspektakulär ab - meist reicht eine einzige Bewegung, den Gegnern zu besiegen. Natürlich könnt ihr euch für etwas mehr Abwechslung in einen Nahkampf wagen und mit vielen Fuchteleinheiten gegen die Menschen beweisen, doch das macht auf Dauer wenig Spaß und geht extrem auf die Arme.
Zu viel vorgenommen
Die Steuerung ist zwar ziemlich träge, dennoch werden eure Bewegung präzise registriert. Falls ihr ein Balance Board besitzt, könnt ihr es während eines Flugs auf einem riesigen Vogel benutzen. Diese Steuerungsvariante per Gewichtsverlagerung ist zwar schwammig, aber trotzdem besser gelungen als das Lenken einer Höllenwespe mit dem Wii Motion Plus-Aufsatz. Mithilfe dieses Flugtieres sollt ihr die Umgebung erkunden können. Doch wegen der unpräzisen Steuerung fliegt die Wespe generell nicht in die gewünschte Richtung und nützt euch dementsprechend wenig.
Aber ein größeres Problem stellt die Kamera dar, die äußerst störrisch ist und sehr oft von euch nachjustiert werden muss. Gerade im Koop-Modus, in dem ein Mitspieler Rai'uks Schwester Kyuna steuert, sind die Kameraprobleme dramatisch und verhunzen diesen Modus völlig.
Kommentare 
zurück zur Nintendo Wii Test-Übersicht
zur James Cameron's Avatar Übersicht
Der große Konsolen-Ratgeber
PS3, Xbox 360 und Wii im Vergleich
Welche Konsole soll unter den Weihnachtsbaum? Und was sind die besten Spiele? mehr
Alte Spiele verkaufen
Spielenamen
eingeben und checken wie viel Cash es gibt!



