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Serious Sam 2 (PC)

Artikel veröffentlicht am 12.11.2005

Mit "Serious Sam 2" kommt der Nachfolger des 2001 erschienenen Ballerklassikers auf den Markt. Um den fiesen Weltzerstörer Mental endgültig in seine Schranken zu verweisen, musst du wieder mal in die Rolle von Sam schlüpfen und sechs Artefaktsplitter finden, um diese dann gegen Mental einzusetzen, um ihn ein für alle mal sterblich zu machen. Ob es sich lohnt mal wieder in ein hemmungsloses Ballerspiel mit einer Portion Humor reinzuschnuppern erfährst du hier. Von Tobias Stolle

Abwechslungsreiche Ballerorgie

Die wollen sicherlich nicht lieb zu mir sein

Nach dem Intro findest du dich auch schon in der ersten Welt wieder. Nachdem du in dieser Dschungelwelt deine Mission erfüllt hast ist auch eigentlich alles schon klar wie dieses Spiel verlaufen wird. Eine Ballerorgie ohne Gleichen bekommst du hier serviert in der du alles abknallt das dir in Scharen vor die Flinte läuft. Von fies lachenden Hexen, Raketenwerfer-Teufeln auf Ketten, ausziehbare Nashörner, Zombie-Börsenmakler, mit explosiven Törtchen bewaffnete, Einrad fahrende Clowns, die bekannten Bombenkopf-Selbstmörder, dicke weibliche Teufel, riesige Robo-Tyrannosauren bis zu schwer bewaffneten Schneemännern, alles ist hier wirklich vorhanden. Eine fast nie endende Gegneranzahl macht dir das Leben schwer. Das ganze eingepackt in 40 Levels in verschiedensten Szenarios (Sumpf, Feuerplanet, eisiger Gefängnisplanet, Hightech Welt) und gekoppelt mit einer gehörigen Portion Humor in den Zwischensequenzen das ist "Serious Sam 2".

Waffen und Endgegner

Bunter Grafikstil

Was wäre ein Shooter ohne die Endgegner. Und auch hier wissen die Spieler des ersten Teils, dass bei Sam keine halblangen Sachen gemacht werden. Die Gegner sind einfach nur riesig und das meine ich wirklich so. Sie nehmen den ganzen Bildschirm ein und sind zudem noch äußerst schwer zu besiegen. Von King Kong, den man nur indirekt bekämpfen kann, einer riesigen Biene, oder einem wahnsinnig fetten Prinz mit Vorliebe für scheußlichen Gesang, bis hin zu einem dicken Drachen oder dem Mörder-Roboter Hugo sind auch hier dem Einfallsreichtum keine Grenzen gesetzt worden. Diesen Gegnern musst du alles entgegensetzen. Also her mit dem ganzen Waffeninventar. Von den normalen Waffen wie Plasma, Raketenwerfer, Schrotflinte oder Minigun machst du regelmäßig Gebrauch aber auch den Papagei (mit eingebauter Bombe) kann man gut gebrauchen. Auch herumstehende Geschütze eignen sich prima um einen großen Teil der Landschaft nieder zu mähen und bewaffnete Fahr-, Flug- und Rollmobile ersparen dir das Laufen.

Multiplayermodus

Das ist kein netter Zeitgenosse

Was im Singlespielermodus nach einiger Zeit doch recht langweilig wird sind die eintönigen Massenvernichtungsorgien. Hier kannst du dir getrost den Finger an die Maus tackern und dich nonstop ballernd um die eigene Achse drehen. Puzzle oder Rätsel wirst du hier nicht finden. Dafür hat man aber den Koop- Modus eingebaut. Dort kannst du dann mit bis zu 16 Spielern in die Schlacht ziehen, wodurch das Ganze doch etwas Fahrt aufnimmt und den Spielspaß deutlich erhöht. Leider hat man wieder auf einen Multiplayer Modus, in dem man gegeneinander antreten kann, verzichtet.

Grafik, Sound und Steuerung

Jetzt hilft nur noch Dauerfeuer

Um das Ganze gebührend zu präsentieren haben sich die Jungs von Croteam nicht lumpen lassen. Die Optik kann sich echt sehen lassen. Knallige Farben, detaillierte Gegner und liebevoll gestaltete Welten und die ungeschlagene Größe und Sichtweite sind hier nur einige Sachen die man hervorheben sollte. Damit nicht genug, denn die phantasiereichen Figuren sind auch noch butterweich und realistisch animiert. Das Wasser wiederum weist einige Schwächen auf. Es wirkt wie eine grünliche Plastikfolie - komisch. Die Zwischensequenzen sind zwar alle sehr lustig, leider aber so detailarm und schlecht aufgelöst, dass sie grafisch überhaupt nicht ins Spiel passen. Im Bereich Sound bleibt "Sam 2" dem Vorgänger treu: fetzige Effekte, teilweise herrlich alberne Musik und jede Menge lustiger Sprüche. Die Steuerung ist einfach und sehr gut gelungen.

Fazit

Tobias Stolle von Tobias Stolle

Alles in allem ist "Serious Sam 2" ein Shooter, den man nicht allzu ernst nehmen kann und sollte. Dafür ist er auch nicht ausgelegt und gerade deshalb macht er eine Menge Spaß - hirnloses Dauergeballere in einer verdammt gutaussehenden Welt. Das Ganze dann noch mit bis zu 16 Mann, da kommt Laune auf. Einziges kleines Manko ist, dass einem alleine das immergleiche Spielprinzip doch schnell auf den Wecker geht. Einen Multiplayer-Patch, in dem man gegeneinander antreten kann, sollten die Jungs vielleicht noch nachliefern. Ansonsten ein netter Ballerspaß mit klasse Grafik und Sound.

spieletipps meint:
80

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