Test Fable - Lost Chapters - Seite 2

Höllenfeuer...Höllenfeuer...

Eitle Helden...

Ein weiterer wichtiger Wert für einen echten Helden ist sein Bekanntheitsgrad. Neben Bekanntheitspunkten fürs Erledigen bestimmter Quests kann man seine Bekanntheit durch das Vorzeigen seiner Kampftrophäen erhöhen. Käuflich erwerben kann man Titel vom "Hühnerschreck" über den "Sensenmann" bis zum "Paladin", mit dem einen das Fußvolk dann anspricht. Je nach dem, wie bekannt man ist und welche Gesinnung man hat, verhalten sich die Menschen einem gegenüber: Kommt man als edler Recke in glänzender Rüstung daher, jubeln einem die Leute zu oder loben einen für eine bestandene Ruhmestat. Ein übler Zeitgenosse mit den verhassten Obsidianwaffen ist furchterregend und dementsprechend laufen die Leute ängstlich davon, wenn man sich nähert. Auch das Erscheinungsbild des Helden ändert sich je nach Verhalten: Ein gut gesinnter Schwertkämpfer wird mit der Zeit muskelbepackt und ihn umgibt eine freundliche Aura inklusive Heiligenschein, Schmetterlingen und stahlblauen Augen. Ein böser Zauberer sieht dagegen schlank, fast zerbrechlich aus, wird von Fliegen umschwärmt und bildet mit der Zeit Hörner aus. Überhaupt spielt das Aussehen eine wichtige Rolle. Nicht nur die Waffen und Rüstungen (von denen es jeweils entsprechende gute und böse Varianten gibt), sondern auch Frisuren, Bärte und Tätowierungen verändern unseren Held und haben Auswirkungen darauf, wie die NPC's mit einem interagieren.

...und Himmelsmacht!...und Himmelsmacht!

Jede Menge Rollenspiel und noch mehr Atmosphäre

Besonders gelungen ist den Entwicklern das Einbinden von unzähligen klassischen Rollenspielelementen. Unser Held kann nach Schätzen angeln und graben, Häuser kaufen und bewohnen, heiraten, fremdgehen und sich scheiden lassen. Man kann durch Handel mit bestimmten Gegenständen Geld verdienen, oder aber durch eines der mehreren Minispiele wie Blackjack, Memory oder Hühner-Weit-Treten. Man kann sich als Dieb versuchen und harmlose Bürger oder ehrbare Geschäftsleute bestehlen. Man kann zum Friseur gehen oder sich tätowieren lassen, am Bogenschützenwettbewerb teilnehmen oder sich der Suche nach Silberschlüsseln (die besondere Truhen öffnen) oder sogenannten Dämonentüren (die durch ein Rätsel geöffnet werden können und unter anderem seltene Waffen verbergen) widmen. Oder man kann einfach nur durch die Welt streifen, die Leute beobachten und sich vom einfachen Bauern und Händler für seine Heldentaten bewundern lassen. Das alles bringt enorm Spaß und vor allem gemeinsam mit der stimmungsvollen optischen Präsentation jede Menge dichte Atmosphäre. Getrübt wird der stimmige und sehr interaktive Gesamteindruck nur etwas von der Tatsache, dass viele dieser Möglichkeiten nicht unmittelbar mit dem Spielgeschehen zusammen hängen. Auch die Tatsache, dass die Spielwelt in Einzelabschnitte unterteilt ist und nach jeder neuen Umgebung (wenn auch nur kurz) zwischengeladen wird, bringt dem Spielfluss einen kleinen Einbruch ein. Doch da man immer was zu sehen und zu tun hat, fällt das in der Wertung nicht sonderlich stark ins Gewicht.

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