King Arthur (PC)
Test
King Arthur: Sagenhaftes Schlachtenschlagen in Britannien
Nur für Sanftmütige
Das Balancing ist nichts für Spieler mit cholerischen Neigungen. Nach den ersten fordernden Scharmützeln in der Kampagne zieht der Schwierigkeitsgrad streckenweise enorm an. Vermutung A: Die Computergegner haben vermutlich die besseren Handwerker, fleißigeren Bauern und härteren Rekruten in ihren Provinzen leben. Vermutung B: Euer eigenes Völkchen ist total inkompetent und ohne jeden Überlebensinstinkt. Regelmäßig werden eure liebevoll aufgebauten Armeen von den "Hightech"-Truppen der Rivalen demontiert. Dagegen helfen nur beißfeste Tastaturen, schallisolierte Räumlichkeiten und der häufige Gebrauch der Quicksave-Funktion.
Gefährliche Zaubertricks
Der Rollenspielaspekt ist von NeoCore Games sauber integriert worden. Nach und nach füllt ihr die leeren Stühle eurer Tafelrunde mit legendären Rittern, rüstet sie aus und schickt sie an der Spitze eurer Armeen in die Schlacht. Durch das Absolvieren von Quests erbeutet ihr regelmäßig mächtige Artefakte, die euren Recken mehr Biss geben. Außerdem verfügt jeder Ritter über spezielle Fähigkeiten und Zaubersprüche, so gehen schon einmal ganze gegnerische Verbände in Flammen auf, nachdem sie einem eurer Ritter zu dicht auf die Pelle gerückt sind. Gerade diese Spezialattacken entscheiden, richtig eingesetzt, oft über Sieg und Niederlage. Aber achtet auf die Manaanzeige: Kein Mana - keine Magie.
Oh wie bist du schön
In der grafischen Umsetzung muss sich King Arthur nicht vor dem Klassenprimus Total War verstecken. Die strategische Übersichtskarte ist malerisch gestaltet und wahnsinnig detailverliebt. Aber auch während der Echtzeitkämpfe legt sich die Grafik-Engine mächtig ins Zeug. Die vielen verschiedenen Einheiten wurden toll in Szene gesetzt, so dass schnell ein "Mitten drin statt nur dabei"-Gefühl entsteht.
Einziger Makel an der sonst tadellosen Präsentation: Die Quests werden mit unvertonten Textkarten abgehandelt, die irgendwie an Adventures aus dem letzten Jahrhundert erinnern. Dabei ist die deutsche Synchronisation sehr gut gelungen und trägt seinen Teil zu der tollen Atmosphäre bei. Untermalt wird das Schlachtenschlagen mit mittelalterliche Musik, die dezent im Hintergrund spielt und während des Kriegsgetöses eindrucksvoll und bedrohlich anschwellt.
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