Test Bayonetta - Seite 2

Mit einem Katana gegen göttliche Wesen - klingt unmöglich? Nicht für Bayonetta!Mit einem Katana gegen göttliche Wesen - klingt unmöglich? Nicht für Bayonetta!

Uhren!

Natürlich war Devil May Cry nicht der Inbegriff von kreativen Spiel-Ideen, doch der unheimlich sympathische und coole Protagonist war einfach eben ganz schön cool. Cooler als Chuck Norris (bei Bedarf, bitte ein Chuck-Norris-Witz eurer Wahl einsetzen). Es war nur eine Frage der Zeit, bis die kreativste Explosion in der Spiele-Geschichte im Kopf von Kamiya für viele Ideen sorgt.

Da fängt Bayonetta nämlich auch schon an. Auf einer Uhr - einer herabfallenden und zertrümmerten Uhr. Ein Sturz ins Nichts, quasi. Aber halt! Zwei Damen befinden sich auf dieser Uhr. Dieser herabfallenden Uhr. Und diese Damen können treten, schießen und kräftig zuschlagen - auf dieser herabfallenden Uhr. Plötzlich erscheinen lichterloh Kreaturen mit Flügeln und merkwürdigen Köpfen, mit Speeren und Waffen, mit Wut und Hass - auf dieser herabfallenden Uhr. Leute, wirklich, diese Uhr fällt hinab. Eine Uhr! UHR!

Dämonische Haare sind nun mal übellaunig.Dämonische Haare sind nun mal übellaunig.

Bombastischer Einstieg

Nach den ersten Minuten kommen wir uns komisch vor. Irgendwie... benutzt. Denn dieser Einstieg in das Spiel war der spektakulärste und verrückteste seit ganzen Generationen an Unterhaltungssoftware. Dabei sind die stilistischen Mittel doch so simpel: man nehme eine in die Tiefe stürzende Uhr, zwei Frauen, eine Frau wird von euch gesteuert, engelsähnliche Wesen mit Waffen und eine völlige Unkenntnis, wie ihr nun diese Wesen mit der Frau töten müsst. Ihr wisst nämlich nicht, was hier gerade abgeht. Ihr seid mitten drin und merkt nach willkürlichem Button-Gesmashe, dass ihr angreifen könnt. Nun hämmert ihr auf die Tasten, ihr hämmert euch wahrlich in Ekstase - oh Gott, ihr hämmert was das Zeug hält!

Aber sehen könnt ihr nichts. Denn in der völligen Verwirrung des plötzlichen Einstiegs kommen jede Menge Gegner und Effekte, Attacken und Blut hinzu - die Uhr fällt natürlich auch noch in die Tiefe. Psychisch und physisch am Ende sind wir dann auch noch, wenn im Hintergrund eine tiefe und bedrohliche Stimme die Geschichte der Umbra-Hexen erzählt. Worauf achten wir nun? Auf die Stimme im Hintergrund oder die lichterlohen Kämpfe auf der Uhr? Das nennen wir mal Reizüberflutung der ganz niveauvollen Sorte.

Farben, Effekte und japanische Pop-Musik - grandios wahnwitzige Mischung.Farben, Effekte und japanische Pop-Musik - grandios wahnwitzige Mischung.

Viel zu viele Augenbrauen

Denn obwohl wir zunächst überfordert sind, ist dieser Einstieg derart pompös und packend, dass wir uns nach einigen Minuten echt komisch vorkommen, wenn das alles vorbei ist. Wieso war da eine Uhr? Wer labert da die ganze Zeit? Und warum zur Hölle habe ich Wummen an meinen Schuhen? Im übrigen könnte es sich bei der oft erwähnten Uhr auch um einen Turm handeln. Ist im Prinzip ja dasselbe. Aber mal ehrlich, ihr findet es doch auch viel cooler, dass wir Uhr geschrieben haben, oder? Wer von euch hat schließlich schon mal auf einer Uhr mit Dämonen-Haaren und Pistolen-Schuhen Engel getötet? Richtig.

Aber keine Sorge, es geht nicht so verwirrend weiter. Obwohl, eigentlich doch. Aber uns wird immerhin das Kampfsystem erklärt. In einem Tutorial werden uns alle wichtigen Features und Facetten jenes Systems nähergebracht. Und selbst da geht es rasant zur Sache: Wenn urplötzlich ein Flugzeug auf die Autobahn knallt, eine weitere lasziv-erotische Dame und leuchtene Gegner ankommen, heben wir eindeutig nicht nur eine Augenbraue.

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