Test Bayonetta - Seite 3

"Schaaaahaaaaatz, ich brauch' neue Schuhe!""Schaaaahaaaaatz, ich brauch' neue Schuhe!"

I mog di!

Das mit den Augenbrauen gilt übrigens auch für die Story. Die ist nämlich noch mal eine Spur verwirrender und merkwürdiger als das gesamte Spiel zusammen. Zumindest wird sie so inszeniert. Es dürfte nicht verwundern, dass Hideki Kamiya erneut eine packende Geschichte zu erzählen weiß. Die zurückliegenden Spiele waren da allesamt mehr oder weniger wirklich erzählerisch wertvoll. Aber in Bayonetta ist das echt eine Krönung des bisherigen Schaffens von Kamiya.

Allein die Protagonistin ist das Spiel wert. Mal ganz abgesehen von ihrem Hintergrund in der Story können wir nämlich noch viel mehr von ihr erzählen. Und das wollen wir auch gerne erzählen. Schließlich ist die gute Bayonetta eine Traumfrau! Ja, trocken, direkt und ehrlich auf den Punkt gebracht. Bayonetta ist h-e-i-ß! Ihre unendlich langen Beine, ihr entzückender Rücken - all das wird von den weiblichen Rundungen, genannt Brüste, in den Schatten gestellt. Ihr mögt euch sicherlich etwas wundern, dass wir so direkt über ihre optischen Reize sinnieren. Und irgendwie reduzieren wir die Schöne momentan nur auf das Äußere, aber mal ehrlich: Wenn ihr beim Durchspielen nicht ein einziges Mal auf ihren Körper geschaut habt, seid ihr homosexuell. Oder eine Frau. Oder blind.

Na, an welchen Spruch müsst ihr nun wohl denken? Ein schöner Rücken kann auch...Na, an welchen Spruch müsst ihr nun wohl denken? Ein schöner Rücken kann auch...

Himmel gegen Hölle, oder so...

Keineswegs soll das als Beleidigung aufgefasst werden. Es ist lediglich eine Tatsache, denn ihr werdet einfach nicht drum herum kommen, den weiblichen Rundungen gebührend Blicke zu schenken. Jede Kamerafahrt, jede Bewegung, jede Kampftechnik - es konzentriert sich alles auf den Po, auf den Busen, auf die endlosen Beine. Wenn Bayonetta mit gespreizten Beinen einen Finishing-Move beginnt, ist das einfach erotisch. Auch die Zwischensequenzen haben oftmals einen... ähm, fixierten Blickwinkel. All das ist jedoch authentisch, passend. Die Entwickler spielen einerseits mit den erotischen Finessen der Hexe, andererseits ist das ein stilistisches Mittel, um sie zu charaktarisieren. Bayonetta spielt nun mal gerne mit ihren Reizen und wir tun das auch. Der war platt, wissen wir...

Es geht auch um die inneren Werte. Jene Werte sind dank Kamiya so spektakulär, dass eine kurze Anschneidung der Geschichte kaum möglich ist. Es könnte schon passen, wenn wir von einem Kampf zwischen Gut und Böse erzählen würden, da sich Himmel und Hölle anscheinend ein heißes Duell liefern. Bayonetta, ihres Zeichens Hexe aus Leidenschaft, ist dem Himmel selbstredend nicht sonderlich wohlgesonnen. Wenn nun aber engelsgleiche Wesen aus dem Himmel auf die Erde hinab- und uns ins Gesicht treten wollen, ist eine logische Definition nach einem "guten Himmel" irgendwie unpassend.

... entzücken. Aha. Aber diese Beine können wohl noch mehr entzücken. Und dieser Po erst, heiliges Kanonenrohr!... entzücken. Aha. Aber diese Beine können wohl noch mehr entzücken. Und dieser Po erst, heiliges Kanonenrohr!

Es war einmal...

Die Story wirft in den ersten Stunden extrem viele Fragen auf. Obwohl wir uns schon schnell an die Überflutung der visuellen und körperlichen Reize gewöhnt haben, sind die Momente der Verwirrung auf Grund der Story ebenfalls sehr überflutend. Die Zwischensequenzen, die teilweise nur als Fotoserien dargestellt werden, schicken uns immer wieder in die Vergangenheit. Scheinbar ist Bayonetta Bestandteil der Umbra-Hexen gewesen, doch sie wurde verstoßen. Zumindest scheint es so. Und dadurch glänzt der erzählerische Part so sehr.

Viele Fragen, wenige Antworten, aber dank der hervorragenden und vor allem atmosphärischen Inszenierung können wir gar nicht verwirrt genug sein. Es ist einfach unheimlich spannend. Wir fragen uns, warum Bayonetta scheinbar ihr Gedächnis verloren hat, wir fragen uns, warum plötzlich ein kleines Kind Bestandteil des Kampfes wird, wir fragen uns, wer Cheshire... äh, Luka ist - dadurch fiebern wir mit. All das wird mit einem perfekten und epischen Ende gekrönt. Und hier müssen wir Kamiya einen großen Tribut zollen und einen Altar bauen, denn er schafft es mühelos und ohne klischeehafte Elemente ein verständliches und aufklärendes Ende zu gestalten. Wir ziehen den Hut vor dieser Glanzleistung.

Dieses Video zu Bayonetta schon gesehen?

Weiter mit:

Kommentare anzeigen

PS4: 5 Tipps wie ihr eure PlayStation 4 richtig pflegt und eine bessere Festplatte einbaut

PS4: 5 Tipps wie ihr eure PlayStation 4 richtig pflegt und eine bessere Festplatte einbaut

Es ist kein Geheimnis, dass technische Geräte früher eine längere Lebensdauer hatten. Doch mit den (...) mehr

Weitere Artikel

Wahr oder falsch? #222: Matschepampe als Basis für fiese Geräusche in Mortal Kombat X?

Wahr oder falsch? #222: Matschepampe als Basis für fiese Geräusche in Mortal Kombat X?

Wenn ihr euch mal richtig prügeln wollt, beschreitet ihr mit Mortal Kombat X den richtigen Pfad. Hier geht es nich (...) mehr

Weitere News

Gewinnspiel

Adventskalender Tür 3: SteelSeries Gaming-Paket
Jetzt mitmachen!

Newsletter

Mit diesem Formular kannst du den Spieletipps.de Newsletter kostenlos abonnieren.

Bayonetta (Übersicht)