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Clash of Heroes: Klasse Gefechte mit einem Hauch Might&Magic

Zum Teufel mit den ollen PC-Schlachten: Clash of Heroes mischt rotzfrech Heroes of Might and Magic mit Advance Wars, Bejeweled und Space Invaders. So bekloppt das klingt, so viel Spaß macht es auch. Und süchtig! Von Martin Deppe

21. Jan 2010
Sieht kindlich aus, ist aber kein Kinderspiel.

Die alten Helden sind tot. Oder verschollen. Oder in Rente. Die neue Generation ist dran, wie damals bei Star Trek, als Captain Kirk Glatzkopf Picard Platz machen mussten. Mit dem Unterschied, dass die neue Generation bei Clash of Heroes altersmäßig irgendwo zwischen Führerschein (Mofa) und Führerschein (Auto) steckt.

Anders ausgedrückt: Dieses Might and Magic auf dem Nintendo DS sieht auf den ersten Blick wahnsinnig kindlich aus. Wie Advance Wars. Doch hinter dem putzig-bunten Äußeren versteckt sich alles andere als ein Kinderspiel, vor allem die kniffligen Schlachten quer über beide Bildschirme fordern euer taktisches Heldenhirn.

Held ärgere dich nicht

Strategische Karte: Gelegentlich geht's auch bergauf. Oder baumauf.

Wie seine PC-Vorfahren spielt sich Clash of Heroes rundenbasiert, wir ziehen auf festen Pfaden von Feld zu Feld durch die putzigen Landschaften. Quasi wie bei Mensch ärgere dich nicht, nur ohne Würfel. Denn wir können auf den Pfaden frei herumlaufen, zurücklatschen, Abzweigungen nehmen. Manche der vorgegebenen Felder grenzen an Rohstoffe (gut), Goldkisten (gut), Auftraggeber (gut) oder Gegner (ungut). Und manche Felder grenzen an garnix - bis wir draufstapfen und feststellen, dass da ein unsichtbarer Feind gelauert hat (voll ungut).

Schön: Auf der strategischen Karte passiert laufend was. Da schließen sich uns Truppen an, wir müssen Baumstämme sortieren, um einen Fluss zu überqueren, patrouillierenden Wachen ausweichen, Auftragsmordopfer aufspüren.

Bejeweled Tetris Invaders

Wir (unten) kombinieren gleichfarbige Truppen zu Linien und Reihen, um Wälle und Angriffsreihen zu bilden.

Die Kämpfe finden, wie bei den PC-Heroes, auf einem eigenen Bildschirm statt. Besser gesagt auf zwei - schließlich kloppen wir uns ja auf dem Nintendo DS. Oben steht die feindliche Armee, unten unsere, beide mit farbigen Einheiten, die Schlachtreihen und -linien bilden. Sieht ein bisschen aus wie zwei gegenüberstehende Space Invaders-Flotten. So, jetzt wird's kompliziert, schaut euch am besten das Bild rechts an, während wir nach Worten ringen.

1. Wir können immer die unterste Truppe einer Spalte verschieben, haben aber nur X Züge.

2. Wir müssen Dreierkombos gleicher Farbe bilden.

3. Steht so eine Dreierkombo nebeneinander, verwandelt sie sich in einen Verteidigungswall.

4. Steht so eine Dreierkombo hintereinander, verwandelt sie sich in eine Angriffsreihe

5. Wenn unsere X Züge verbraten sind, ist der Feind dran.

6. Zu Beginn jeder Runde stürmen die Angriffsreihen auf den Feind zu - je stärker die Angreifer, desto mehr Wälle und Feinde zerlegen sie auf ihrem Weg.

7. Wenn eine Angriffsreihe durch alle Verteidiger gebrochen ist, attackiert sie mit den überlebenden Truppen den Helden.

8. Wenn ein Held keine Hitpoints mehr hat, ist Schicht im Schacht.

9. bis 999. Es gibt Meister- und Eliteeinheiten mit eigenen Kombos, wir können Einheiten entfernen, Verstärkung rufen, Angreifer fusionieren und kombinieren, Spezialattacken der Helden nutzen. Würde hier aber den Rahmen sprengen.

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