Metin 2 (Online)
Test
Metin 2: Botverseuchtes MMORPG mit Martial Arts
Bruce Lee ist tot. Schon lange! Kein Grund für Karate-Fans, den Kopf immer noch hängen zu lassen: Im Free-2-Play Kampfkunst-Rollenspiel Metin 2 mischen wir uns unter schwertschwingende Samurai, nervtötende Bots und hartgesottene Bossgegner - immer auf der Suche nach vom Himmel fallenden Goldadern.
Von Nils FreitagEs regnet Steine!
Mit viel Hintergrundgeschichte werdet ihr bei Metin 2 nicht belästigt. Am Anfang des Spiels erfahren wir ein wenig über die Auslöser der chaotischen Zustände. Zu Beginn war noch Friede, Freude, Eierkuchen. Dann fielen urplötzlich Metinsteine vom Himmel, deren Geister Einfluss auf die Kreaturen seiner Umgebung nehmen. Die Führung des Landes kann sich angesichts der schrecklichen Lage nicht einigen, gegen wen sie jetzt überhaupt kämpfen soll: Voodoo-Steine zerkloppen oder besessene Monster vermöbeln - was für eine Frage! Kurzerhand spaltet sich das Reich in drei kleinere Länder auf, jeweils spezialisiert auf Handel, Krieg oder religiöse Führung. Ausführlichere Informationen über die Hintergründe werden euch erst ab Level 40 eröffnet. Bei der faden Story kein großer Verlust.
Die Qual der knappen Auswahl
Vier verschiedene Archetypen stehen beim Aufbruch ins Abenteuer zur Auswahl. Ein Haudrauf-Typ Marke Krieger, dann der Sura (eine paladinartige Mischung aus Kämpfer und Zauberer), der blitzschnelle Ninja sowie ein heilender Supporter, der Schamane. Außer der Wahl zwischen Männchen und Weibchen und der Ausrüstung gibt's bei Metin 2 keine Individualisierung. Die Charaktervielfalt hält sich folglich sehr in Grenzen. Im Spiel selbst habt ihr erneut die Qual der Wahl. Für eine von zwei Spezialisierungen müsst ihr euch entscheiden - und natürlich, für welches Reich ihr kämpfen wollt.
Meine Hobbys sind...
Natürlich ist das Asia-MMOG vor allem auf Kampfszenen ausgelegt. Die Möglichkeiten des Zeitvertreibs sind aber glücklicherweise nicht nur auf Hack-and-Slay beschränkt. Im Itemshop gibt es für knutsch- und heiratswillige Spieler die sogenannten Emotionsmasken, die euch weitere zwischenmenschliche Beziehungen eröffnen.
Ähnlich den Berufen in World of Warcraft gibt's bei Metin 2 schweißtreibendes Handwerk. Für ein paar Yang, die Spielwährung, bekommt ihr beispielsweise eine Angel oder Spitzhacke. Eine entspannte Fischtour am Fluss ist ebenso möglich, wie anstrengender, aber lukrativer Bergbau. Auch für schnellere Fortbewegung ist gesorgt: Die Pferdemedaille ist wie ein Abo für die U-Bahn. Einfach ab damit zum Stallburschen und gegen einen galoppierenden Untersatz eintauschen. Euer treues Pferdchen könnt ihr im Laufe des Spiels in drei Stufen verbessern.
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