Test Dark Void - Seite 2

Das Deckungssystem ist simpel und funktioniert einwandfrei.Das Deckungssystem ist simpel und funktioniert einwandfrei.

Es funktioniert

Wenn euch Airtight Games nichts sagt, habt ihr auch nichts verpasst. Natürlich war ihr letztes Abenteuer Crimson Skies - High Road to Revenge ein echter Hingucker und konnte spielerisch überzeugen, letztlich ging der Titel jedoch etwas unter. Schon dort konnten die Entwickler aber erste Erfahrungen in den Wolken machen. In Dark Void geht es nun wieder in luftige Höhen, diesmal halt mit einem Raketenrucksack statt Kampf-Flieger.

Und das spielt sich tatsächlich extrem flüssig und frisch. Schon der Start ist eine Herausforderung: Auf dem Boden eine Taste drücken und schon geht es im Affenzahn gen Himmel. Die ersten Versuche eines reibungslosen Starts werden zwar nicht ganz so reibungslos verlaufen, aber nach einiger Zeit der Gewöhnung geht die Steuerung gut von der Hand. Wir können bremsen, einen begrenzten Schub benutzen oder waghalsige Ausweichmanöver fliegen. An sich ist die Steuerung intuitiv, wir nehmen den Controller in die Hand und wissen etwas damit anzufangen.

Auch in der Luft steuern wir Will ohne Probleme.Auch in der Luft steuern wir Will ohne Probleme.

Ohne Gefühl

Halten wir fest: Die Steuerung ist solide, nicht zu umständlich. Selbst die sogenannten Manöver zum Ausweichen sind leicht zu merken und gehen flott von der Hand, wann immer wir sie brauchen. Das Grundgerüst steht also. Wir können unser Jetpack ohne Probleme steuern. Schön. Das reicht aber noch nicht. Noch lange nicht. Schließlich ist das Fliegen mit dem Ding nicht unsere Hauptaufgabe. Unser Job ist erst einmal, sich mit dieser absolut lächerlich inszenierten Story herumzuquälen. Grauenvoll. Absolut grauenvoll.

Wir schreiben das Jahr 1938. Der Pilot und leicht sympathische Will Grey stürzt mit seinem Flugzeug im Bermudadreieck ab. Und mit seiner Ex-Freundin. Und mit irgendeinem anderen Kerl. Ehrlich, wir wissen nicht genau, wer das war. Erst tüfteln da zwei Leute an einer alten Rostlaube von Flugzeug herum, dann kommt die Ex-Freundin, irgendwie gibt es da eine Kommunikation, ihr versteht nur Bahnhof, plötzlich sind alle drei im Flugzeug und ihr stürzt dann auch schon ab. Also sowas macht uns irgendwie ... grimmig. Wir werden da in eine derart emotionslose und blasse Handlung hineingeworfen, dass es schon fast frech ist. Auch bescheuerte Geschichten können gut inszeniert werden, klar, aber die dazugehörigen Zwischensequenzen bieten weder Spannung noch gute Animationen.

Die Story kommt zu keinem Zeitpunkt in Fahrt.Die Story kommt zu keinem Zeitpunkt in Fahrt.

Teslatastisch!

Ebenso sind die Charaktere lieblos und ohne jede Idee gestaltet. Der Protagonist ist so ein Held wie er im Buche steht: Gutaussehend, dämliche Chauvinisten-Sprüche und unwitzige Witze. Wir müssen da zwangsläufig an Nathan Drake denken. Der ist vom Charakter her ähnlich wie Will Grey, doch Drake wurde perfekt in Szene gesetzt, mit hervorragenden Sprüchen ausgestattet und wirkt trotzdem noch verletztlich. Will Grey hingegen wirkt wie eine Banane im Hausflur: Blöd. Er ist einfach nicht cool. Oder sympathisch. Über die Nebencharaktere wollen wir eigentlich auch nicht sprechen. Wills Ex-Freundin ist nervig. Zu oft quält sie uns mit Funksprüchen, die keinerlei Sinn haben. Zu oft wird versucht, eine Verbindung zwischen den beiden herzustellen. Zu oft, nein, immer funktioniert es nicht. Der andere Kerl da, der mit im Flugzeug saß, stirbt übrigens bei dem Absturz. Wills Kommentar: "Er war ein guter Freund." Ja. Genau. Emotionen pur.

Abseits der farblosen Charaktere hätte Airtight Games aber eine Menge herausholen können, schließlich befinden wir uns nach dem Absturz nun in einer Art Parallel-Welt. Wie soll es anders sein, erwarten uns fiese Aliens und andere komische Viecher. Hier hätte man theoretisch anfangen können, eine fesselnede Geschichte zu erzählen. Statt packenden Sequenzen und emotionalen Momenten folgen maßlos schlechte und blödsinnige Dialoge. Und wenn uns in dieser Parallel-Welt nur ganz nebenbei der legendäre Nikola Tesla vorgestellt wird, werden wir echt böse. Es ist immerhin Nikola Tesla. Nikola Tesla!

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