Test Drakensang 2 - Seite 3

Die Elfen sind schon tolle Wesen.Die Elfen sind schon tolle Wesen.

Erzähl mir was

Auch wenn der Einstieg nicht gerade mit spannenden Momenten protzt, so kommt doch gleich zu Beginn eine wohlige Atmosphäre auf. Zum einen wäre da die Matrosin Janah, mit der wir unsere ersten Kämpfe bestreiten. So ein süßes Mädel ist das! So unschuldig, so naiv, so herzallerliebst - wir haben sie nicht mal 30 Minuten in unserer Gruppe, trotzdem schließen wir sie gleich in unser Herz. Das sind so Momente, die viele negative Dinge einfach wett machen. Momente, die auf den ersten Blick unwichtig erscheinen, aber auf dem zweiten Blick dann doch ihren Glanz entfalten. Wir werden die süße und nach Freiheit strebende Janah jedenfalls nicht so schnell vergessen - wirklich. Immer und immer wieder begegnen uns atmosphärische Höhepunkte, besonders der Abschluss der Geoden-Ausbildung verursacht zumindest bei uns eine kleine Gänsehaut.

Zum anderen ist es die komplette Sprachausgabe. Ein oft genannter Kritikpunkt am ersten Teil: Die Welt war stumm, aber sowas von stumm. Nur ab und zu haben wichtige Charaktere einen Sprecher spendiert bekommen, obgleich jene relativ professionell waren. Nun ist jedoch quasi jeder Charakter und jede Silbe vertont. Und hier wird schnell deutlich, wie viel das ausmacht. Wir fühlen uns einfach mehr in dieser Welt, wenn wir den Leuten zuhören können und nicht ständig ellenlange Texte lesen müssen. Ein großer Pluspunkt ist, dass die Sprecher fast durchgehend mit großer Leidenschaft dabei sind. Gut, wir müssen schon zugeben, dass ab und zu die Stimmen nicht zum Charakter passen oder einfach die Lust am Sprechen fehlt, aber das fällt selten auf. Was bei genauerem Hinhören indes auffallen könnte, sind die ab und zu doppelt besetzten Sprecher.

Der Experten-Modus bei der Charakter-Erstellung. Viefalt incoming!Der Experten-Modus bei der Charakter-Erstellung. Viefalt incoming!

Fast eingesperrt

Sowieso macht Drakensang 2 einen viel ... professionelleren Eindruck. Ja, die ersten drei bis fünf Stunden sind langweilig, aber bereits in der ersten Stadt erleben wir endlich etwas Leben. Die Stadt redet, die Stadt lebt, die Stadt ist halt einfach eine Stadt. Da wird geplaudert und gewitzelt, da wird gehandelt und getrunken. Wenn uns ein Betrunkener auf den Straßen mit den Worten "Isch kann disch nicht sehen, gnihihihihi!" begrüßt, ist das spontan ein Lacher wert. Und das alles wird in einer wunderschönen Grafik präsentiert. Prachtvolle Licht- und Schatten-Effekte sorgen ab der ersten Sekunde für eine stimmige Atmosphäre. Wenn wir auf den Bäumen der Elfen die Aussicht genießen oder einfach nur den treibenden Strom des Großen Flusses beobachten, sind wir sprachlos.

Positiv wie auch negativ müssen wir anmerken, dass es keine offene Welt gibt. Die Stadt Nadoret ist zum Beispiel frei begehbar, was im Gegensatz zum Vorgänger nicht unbedingt selbstverständlich ist, andere größere Gebiete hingegen werden in kleine Module unterteilt und so mit häufigen Ladezeiten bestraft. Dadurch entstehen aber nicht all zu große Grafikprobleme oder Ruckler.

Die Konsole ist zwar nett gemeint, verfehlt für DSA-Neulinge jedoch ihr Ziel.Die Konsole ist zwar nett gemeint, verfehlt für DSA-Neulinge jedoch ihr Ziel.

Lass' uns kämpfen... Pause... weiter kämpfen... Pause...

Bevor wir näher auf das Kampfsystem eingehen, gleich mal rasch die Warnung: Action gibt es hier nicht. Zumindest in den Kämpfen nicht. Solltet ihr also auf Action-Echtzeit-Kämpfe stehen, könnt ihr diesen Test gleich wegklicken. Das Kampfsystem basiert nämlich auf den Regeln des seit 1984 bestehenden Rollenspiels Das Schwarze Auge - sprich Pen&Paper-Rollenspiel, für völlig Unwissende. Jede Aktion, jede Fähigkeit wird erwürfelt. Dabei würfelt der Computer für uns. All eure Fähigkeiten sind in alter RPG-Manier in Leisten untergebracht, die ihr ganz strikt und langweilig anklickt. So wird von Runde zu Runde eine Parade ausgeführt und der Schaden ermittelt. Auch wenn dieses System eigentlich viel komplexer ist als hier beschrieben, wirkt es im Spiel selber eher gegenteilig. Wir klicken und hoffen, dass die Würfel uns gnädig sind - wenn nicht, ok. Nur die wenigsten Spieler werden sich mit dem Regeln der Werte und den vollgestopften Details der Waffen außeinandersetzen, weil es für viele einfach nicht logisch verständlich ist. So artet der zunächst geplante Kampf in Unwissen aus, da man einfach nicht versteht, warum der Angriff nicht so erfolgreich war wie in der letzten Runde. Selbst die stets aufrufbare Konsole, die jede Runde detailgetreu protokolliert, ist für den Einstieger in dieses Universum extrem komplex.

Schön ist aber, dass der stets pausierbare Kampf extreme Ruhe in den selbigen bringt. So können wir uns problemlos viele Minuten über den nächsten "Zug" Gedanken machen. Leider ist die Pause auch dringend nötig, da oftmals der Überblick fehlt. Da müssen wir dann die Kamera hin und her justieren, damit wir auch wirklich alle Gegner im Blickfeld haben.

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