Test

Cabal Online: Actionreiche Kombos und quälende Musik

Obwohl viele der importierten Asia-MMOs ungefähr soviel Spaß machen wie juckender Ausschlag, findet sich gelegentlich auch ein überraschend guter Free-2-Play Titel in der Spieleflut aus Fernost. Wir untersuchen die deutsche Version des koreanischen Action-MMORPGs Cabal Online auf Krankheiten.

Von Nils Freitag

23. Jan 2010

Spieleflut aus Korea

Die Welt Nevareth erwartet euch. Auf ins Gefecht!

Es ist schon enorm, wieviele Free-2-Play Asia-MMORPGs in den vergangenen Jahren ihren Weg auf deutsche Rechner gefunden haben. Die Nachfrage ist groß, also werden auch laufend Spiele rübergeschaufelt. Mit Cabal Online bringt euch der deutsche Spielegigant Gameforge ein MMO aus Fernost, das absolut den Nerv der Masse trifft. Mit gigantischen Schwertern rumfuchteln und effektreiche Zauber auf Gegnerhorden schleudern - ein geschmacklicher Volltreffer im Bereich Action-Rollenspiel.

Wer braucht schon Story?

Die geflügelten Monster sehen gar nicht so fies aus - schlagen aber hart zu.

Der Einstieg in Cabal Online läuft ebenso schnell ab, wie die rasanten Kämpfe des Spiels. Fix heruntergeladen, Client installiert und ab geht die Post. Schnell haben wir uns einen Charakter erstellt - die Möglichkeiten dafür sind leider stark eingeschränkt - und sind schon in der Welt Nevareth angekommen. Sofort erkunden wir unsere Umgebung. Aber halt, was machen wir hier eigentlich? Wieso hab ich ein Schwert in der Hand und warum liegt da überhaupt Stroh? Gute Frage. Solltet ihr euch nicht bereits auf der Webseite des Spiels über die karge Hintergrundgeschichte informiert haben, werdet ihr von der Story nichts mitbekommen. Im Spiel selbst wird euch niemand mit Geschichte nerven. Eingefleischte Rollenspieler werden aufschreien, wie keine Story? Keine Sorge, Jungs und Mädels, ihr überzeugten Rollenspieler seid sowieso nicht Zielgruppe - Cabal Online ist Action-RPG pur.

Musik zum Davonlaufen

Die Aethralschützen mit Totenkopf-Tanga.

Beim ersten Rundgang fällt uns zuerst der Unterschied zwischen den detaillierten Charakteren und der teilweise etwas tristen Landschaft auf. Im Grunde interessiert es uns nicht sonderlich, ob der Baum, an den unser Charakter pinkelt, nun bis ins kleinste Blatt tiptop aussieht. Ein wenig mehr Vielfalt hätte der Umgebung aber bestimmt nicht geschadet. Gleich danach machen wir den Fehler, die Musik des Spiels zu aktivieren - sehr schlechte Idee. Glücklicherweise enthält Cabal Online eine Jukebox, in die ihr eure eigenen Tracks importieren könnt. Leider müssen dafür die Dateien in das ogg-Format umgewandelt werden. Da ist es doch wesentlich leichter, die Musik einfach zu deaktivieren und im Hintergrund eigene Songs abzuspielen. Die Soundeffekte wiederum sind völlig in Ordnung, Ausschalten ist nicht notwendig.

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